Die besten Rosé-Weine Österreichs im Test

Die besten Rosé-Weine Österreichs im Test

Vinaria organisierte die größte Rosèwein-Verkostung Österreichs und ermittelte in gedeckter, kommissioneller Degustation die besten Weine dieses Segments, die meisten Jahrgang 2015. Die Spitze ist top, am Ende vieles auch flop. Vor ein paar Jahren noch kaum vorstellbar, ist er mittlerweile ein Standardwein im Sortiment vieler österreichischer Winzer: der Rosé. Dabei war das vinophile „Pinkerl“ unter Österreichs Weinfreunden jahrelang vinum non gratum. Er wurde überwiegend als schnell zu konsumierender Süffelwein ohne Charakter, dafür häufig mit Zuckerspitz gesehen, dessen Konsum weder Freude machte noch hip war. Der Zugang zum pinken Weingenuss hat sich in den letzten Jahren deutlich in Richtung Qualität gewandelt. Viele Winzer haben Rosé wieder als Fixbestandteil ins Sortiment gehoben.

Viele Wege führen nach Rom: auch beim Rosé gibt es mehrere Möglichkeiten, ans Ziel zu gelangen. Werden die blauen Trauben unzerkleinert gekeltert, abgepresst und dann wie Weißwein ohne Schalen vergoren, so liefern diese sehr helle Roséweine. Besonders hochwertige Rosés können durch die Direktpressung nach einer kurzen Maischestandzeit  produziert werden. Die blauen Trauben werden je nach Sorte und Reifezustand nach mehreren Stunden oder zwei bis drei Tagen auf der Maische abgepresst. Eine gängige Methode ist der sogenannte Saftabzug: Aus dem Gärbehälter für Rotwein werden nach 12 bis 48 Stunden bis zu 20 Prozent des Mostes ohne Pressung abgezogen und anschließend als Roséwein vinifiziert.

Vom einfachen, süffigen Sommerwein in Pink bis zu deutlich ernsthafteren rosa Gewächsen reichte die Palette der eingereichten Weine. Die stilistische Bandbreite war dabei ebenso bemerkenswert wie die Farbpalette. Der Zweigelt ist offensichtlich die geeignete Hauptsorte dieses Weintypus. Der allerbeste Wein der Verkostung stammt allerdings vom Cabernet Sauvignon aus dem Hause Steininger in Langenlois (Kamptal). Knapp dahinter positioniert sich das Weingut Schloss Gobelsburg, ebenfalls aus Langenlois. Ganz anders geartet, nämlich in einer im Holz ausgebauten Reservestilistik, überzeugte der 1805 der Domäne Wachau auf Platz drei.

Die besten Rosés der Verkostung überzeugten aber auf ganzer Linie und brachten mit Feingliedrigkeit, Fruchtausdruck und Harmonie so richtig Schwung ins Glas.

Die gesamte Verkostung inklusive aller Interviews und Informationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe, Vinaria 3/2016, inklusive JUNGWEINATLAS 2016 ab sofort am Kiosk.
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Toplist (Auszug)

16,3  Weingut Steininger | Cabernet Sauvignon Rosé
16,2  Schlosskellerei Gobelsburg | Domaine Gobelsburg Rosé
16,0  Domäne Wachau | Rosé 1805 Reserve
15,9  J. Heinrich | alpha rosé
15,8  Gerhard Deim | Rosé Zweigelt
15,8  Weingut Eichberger | Rosé Zweigelt
15,7  Weingut Jalits | Blaufränkisch Rosé
15,7  Weingut Stift Klosterneuburg | Rosé
15,6  Erich Lustig | Pink Funny
15,5  Josef Dockner | Rosé Zweigelt-Pinot Noir
15,5  Weingärtnerei Frischengruber | Zweigelt Rosé
15,5  FJ Gritsch Mauritiushof | Kalmuck Pink


Best Buys bis € 5,50 (Auszug)

15,8  Gerhard Deim | Rosé Zweigelt € 5,20
15,6  Erich Lustig | Pink Funny € 5,–
15,5  Josef Dockner | Rosé Zweigelt-Pinot Noir € 5,–
15,3  Familie List | Rosé € 5,50
15,2  Erich Sattler | Zweigelt Rosé € 5,–
15,1  Forstreiter | Pink € 5,50
15,1  Alexander Siedler | Tramonto Zweigelt Rosé € 5,50
15,0  Weidinger | Zweigelt Rosé € 5,50

 

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