Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich

Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich

Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich


Niederösterreich hat, woran die Republik noch arbeitet: Ein Haus der Geschichte nämlich, in dem 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte mit einem Schwerpunkt ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgearbeitet und in modernster Museumsform präsentiert werden. Vor wenigen Wochen im Museum Niederösterreich im Kulturbezirk St. Pöltens eröffnet, erweist sich das Haus der Geschichte bereits als Besuchermagnet. Für die ganze Familie. Und als Ort der Forschungals offenes Forum, in demeinander Wissenschaft und Öffentlichkeit begegnen.

Elf Cluster behandeln wichtige Themen der Menschheitsgeschichte. Vier Foren schaffen Raum in der Ausstellung für interaktive Vermittlung. Über 2.000 Objekte von privaten lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Leihgeberinnen und Leihgebern sind auf rund 3.000 Quadratmetern zu sehen. Unter diesen Objekten befinden sich die größten Schätze aus sechs Millionen Objekten der Landessammlungen Niederösterreich, aus 700 Ausstellungshäusern
und aus einer Sammelaktion, bei der für die Schwerpunktausstellung zur Ersten Republik um die 3.000 Objekte angeboten wurden.

Gezeigt werden nicht nur „klassische Exponate“ wie der Corvinusbecher oder eine Luther-Bibel. Sondern auch der ehemalige Dienstwagen von Leopold Figl, ein aufwendiges Duplikat des Staatsvertrages (den der russische Botschafter persönlich übergab), das Schachspiel von Karl Renner oder das selbstgertigte Fluggerät, mit dem ein Tscheche über den Eisernen Vorhang flüchtete. Geschichte zum Angreifen.

Es ist ein Ort neuer wissenschaftlicherErkenntnisse, ein Ort der Diskussion und Auseinandersetzung mit Geschichte sowie ein Ort derHinterfragung historischer Mythen. Im Sinne einer „Exhibition in Progress“ fließen in interaktiv gestalteten Foren und Installationen laufend neueste Forschungsergebnisse und aktuelle Ereignisse in den
Ausstellungsbetrieb ein. Die Besucher können sich einen raschen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Niederösterreichs im zentraleuropäischen Kontext verschaffen.

Schwerpunktausstellung: „Die umkämpfte Republik – Österreich 1918-1938“ - Anlässlich des Jubiläumsjahres zur Gründung der Ersten Republik im Jahr 2018 widmet sich die erste Schwerpunktausstellung im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich denkonfliktreichen Jahren 1918-1938. Vor dem Hintergrund großer wirtschaftlicher und sozialerSpannungen führte eine zunehmende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft in ein autoritäresSystem. Anhand noch nie gezeigter Objekte aus den Landessammlungen und einer eigensdurchgeführten Sammelaktion werden Phänomene wie Massenarmut und Massenarbeitslosigkeitund deren politische Folgen begreifbar.

„Zeitgerecht vor dem großen Jubiläumsjahr zur Gründung der Ersten Republik und exakt im Zeit- und Kostenplan wurde das erste Haus der Geschichte Österreichs im Museum Niederösterreich eröffnet“, zeigt sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zufrieden. „Ausstellung, Forschung und Service sind die drei zentralen Säulen im Haus der Geschichte“, erklärt der wissenschaftliche Leiter Stefan Karner. „Von Anfang an war die Kulturvermittlung in die Konzeption des Hauses eingebunden“, ergänzt Matthias Pacher, Geschäftsführer vom Museum Niederösterreich und unterstreicht die Familienfreundlichkeit seines neuen Hauses als „Museum für alle Generationen“.



Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich
3100 St. Pölten, Kulturbezirk 5
Tel. +43 2742 90 80 90
info@museumnoe.at
www.museumnoe.at

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 09.00 bis 17.00
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