Ex-Weinkönigin ist nun mächtige Agarministerin

Ex-Weinkönigin ist nun mächtige Agarministerin

Ex-Weinkönigin ist mächtigste Agar-Ministerin


Im neuen Kabinett der zum vierten Mal gewählten deutschen Bundeskanzler Angela Merkel hat sich ein bemerkenswerter Karrieresprung zugetragen: Neue mächtige Agrarministerin ist die frühere Weinkönigin Julia Klöckner (46) aus Rheinland-Pfalz. Sie galt schon länger als ministrabel, führt den CDU-Landesverband in ihrer Heimat Rheinland-Pfalz, wo der Bruder das elterliche Weingut Aloys Klöckner führt. In ihrem neuen Ministeramt ist die Winzertochter seit 14. März 2018 nicht nur für alle Landwirte zuständig, inklusive Weinbau und Ernährung, sondern wohl auch die mächtigste Agrarministerin Europas.

Mit ihrem älteren Bruder wuchs Julia Klöckner in einer konservativ-katholisch geprägten Winzerfamilie in Guldental auf. Nach dem Abitur 1992 am Gymnasium in Bad Kreuznach studierte Klöckner Politikwissenschaft, katholische Theologie und Pädagogik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 1994 wurde sie zur Nahe-Weinkönigin und 1995 zur Deutschen Weinkönigin gewählt. Gut 200 Terminen pro Jahr spulte Julia Klöckner damals als Weinkönigin ab. Bald danach entdeckte die attraktive Blondine ihre journalistische Ader, verband ihre Weinleidenschaft damit und schrieb für deutsche Weinmagazine. Von 2000 bis 2002 war Julia Klöckner Redakteurin bei der Weinwelt und von 2001 bis 2009 Chefredakteurin des Sommelier-Magazins. Die neue deutsche Agrarministerin ist damit auch eine Kollegin von Vinaria, sozusagen.

Die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende sieht sich für ihren Wechsel in die neue schwarz-rote Bundesregierung gut gerüstet. „Es ist eine neue herausfordernde Aufgabe, auf die ich, denke ich, ganz gut vorbereitet bin“, sagte Klöckner: „Da hilft mir nicht zuletzt meine Herkunft aus einem Weinbaubetrieb und meine Arbeit als Staatssekretärin im Agrarministerium.“

Trotz ihrer steilen Karriere ist die flotte Bundesministerin, die seit vielen Jahren mit einem Journalisten liiert ist, geerdet geblieben, in der Familie Klöckner im Gludental fest verankert. Auf der Homepage des Weinguts liest sich das so: „Gemeinsam ist uns Klöckners die Verbindung zur Guldentaler Scholle, zu Grund und Boden und dem Winzerhandwerk. Seit rund 400 Jahren werden in unserer Familie Reben angepflanzt, die Trauben gekeltert und Weine gemacht. Wurde anfangs der Wein noch „lose“, also im Fass verkauft, begann Ende der 1960er Jahre die Direktvermarktung der abgefüllten Flaschenweine. Tradition und Innovation trafen zusammen und ergänzten sich.“

Privat bevorzugt Julia Klöckner trockene Weißweine. Das elterliche Weingut führt seit 1999 der diplomierte Weinbauingenieur Stephan Klöckner zusammen mit seiner Frau Simone. Wer die dynamische Ministerin im Umfeld ihrer engeren Heimat erleben möchte, hat dazu wahrscheinlich beim Weinfest in Euskirchen von 25. bis 27. Mai 2018 Gelegenheit, da sollte ein ministerieller Besuch eingeplant sein.

http://weingut-aloys-kloeckner.de
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