Trump total abstinent bei Dinner mit der Queen

Trump total abstinent bei Dinner mit der Queen

Trump total abstinent bei Dinner mit der Queen

Anläßlich des Staatsbesuchs von POTUS (President Of The United States) Donald Trump bei Queen Elizabeth II. Anfang Juni erwies sich The Donald als total abstinent und verweigerte sogar beim Staatsbankett jeden Tropfen Alkohol. Dabei hatten sich die Briten solche Mühe gegeben.

Beim State Dinner mit rund 130 handverlesenen Gästen im Buckingham Palace ließ die Queen allerhand Köstlichkeiten auffahren. Vom gedämpften Heilbutt in Wasserkresse-Mousse und weißen Spargelspitzen über den zartrosa gebratenen Rücken des legendären Windsor-Lamms mit Kräuterfülle und Portweinsauce bis zu den Wimbledon-Erdbeeren mit Zitronenverbene. Beim Weinpairing gaben sich die Gastgeber zu Beginn chauvinistisch und ließen Sparkling Wines aus England auffahren, die zusehends Fans in der ganzen Welt gewinnen:

Windsor Great Park Vineyard 2014 Sparkling Wine etwa, der aus Weingärten rund um Schloss Windsor stammt, sozusagen der Haussprudel der Queen, deren Weingärten von Laithwaite’s bewirtschaftet werden. Britische Verkoster beschreiben den Schaumwein als elegant in der Nase, mit eigenständigem Charakter, Aromen von Brioche, Steinobst und crispy Zitrus. Am Gaumen mit schöner Säurebalance und durchaus cremig. Weiters kam Hambledon Classic Cuvee Rosé NV in die Sektgläser.

Danach war aber schon Schluß mit dem Union Jack in den Gläsern des Staatsdinners, da griffen die Gastgeber gerne auf große Rotweine aus Frankreichs Paraderegionen zurück: Château Lafite Rothschild 1990 aus dem Bordelais begleitete des Windsor-Lamm ebenso verzüglich wie Louis Jadot’s Domaine Duc de Magenta, 1er Cru Morgeot Clos de la Chapelle Monopole, Chassagne-Montrachet 2014, allesamt aus der Burgund. Den Abschluss bildete Churchill’s 1985 Vintage Port.

Schade eben nur, dass Donald Trump all diesen Verlockungen widerstand und den ganzen Abend über völlig abstinent blieb, „teetotal“, wie das im Englischen so schön heißt. Nicht miterleben konnte das jedenfalls Herzogin Meghan, seit einem Jahr Ehefrau von Prinz Harry und aktuelles Flaggschiff der Royal Family in der Yellow Press. Meghan lehnt Donald Trump und seine Politik strikt ab, blieb dem Staatsbankett daher fern. Die vormalige US-Schauspielerin Meghan Markle, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß, galt schon lange vor ihrem Eintritt in die Royal Family als scharfe Trump-Kritikerin.

Erspart blieb ihr dabei ein bösartiger Tweet des POTUS. Im Gegensatz zum pakistanisch-stämmigen Bürgermeister von London, Sadiq Khan, der Trump ebenfalls boykottierte und von diesem via Twitter arg gescholten wurde: „Er macht einen schrecklichen Job („terrible job“), genauso schlecht wie unser Bürgermeister von New York City, de Blasio, ist aber nur halb so groß“, schrieb Trump sinngemäß und spielte damit auf die geringe Körpergröße von Sadiq Khan an. Den ließ das alles restlos kalt.
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