Vulkanland Steiermark präsentiert sich in Linz

Vulkanland Steiermark präsentiert sich in Linz

Vulkanland Steiermark präsentiert sich in Linz

Das sich über den Südosten und Osten der grünen Mark ersteckende Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark präsentiert sich als Fleckerlteppich aus zahlreichen kleinen Weinbauinseln. Die vielgestaltige Landschaft hält jede Menge vinophile und kulinarische Entdeckungen parat.

Das aus dem ehemaligen Weinbaugebiet Süd-Oststeiermark hervorgegangene Vulkanland Steiermark umfasst gut 1520 Hektar Rebfläche. Dabei stellt es kein geschlossenes Anbaugebiet dar, sondern besteht vielmehr aus einer Reihe von Weinbauinseln, die teils für heimische Begriffe relativ weit voneinander entfernt und – wenig überraschend – in puncto Bodenbeschaffenheit und Kleinklima zum Teil sehr unterschiedlich sind.

Insbesondere im Dreiländereck rund um Klöch und Straden, wo steile Kogel vulkanischen Ursprungs aus dem Weinland 
herausragen, konnten sich einige Betriebe mit fruchttiefem Sauvignon Blanc, Morillon und Traminer profilieren. Regelmäßig können hier auch Kreszenzen mit sehr hohem Mostgewicht gewonnen werden, und auch der österreichische Trend zum Rotwein ist in dieser kleinklimatisch begünstigten Ecke deutlich zu bemerken, wobei sich der Zweigelt als Leitsorte herauskristallisiert hat. Der würzig-aroma-tische Traminer, für den es speziell in Klöch eine eigene Markengemeinschaft gibt, hat – begünstigt durch sonnige Herbste – eine wahre Renaissance erlebt.

In der eigentlichen Oststeiermark, etwa am Ringkogel bei Hartberg oder in den weiteren Zentren um Gleisdorf und Für-stenfeld, werden deutlich härtere Weißweintypen gekeltert, wie animierende Welschrieslinge, saftige Weißburgunder und rassige Sauvignons. Unmittelbar an der Thermenlinie, nahe den boomenden Heilbädern, gewinnen die roten Rebsorten immer stärker an Bedeutung, wobei der vorherrschende Zweigelt durch Komplementärsorten wie Blauburgunder und Syrah ergänzt wurde.

Im Jahr 2018 wurden DAC-Regelungen eingeführt. Im Fokus steht die Herkunft, also eine Klassifizierung in Gebietswein, Ortswein und Riedenwein. Die Gebietsweine dürfen ab dem 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres in den Verkauf gehen, ausgenommen Welschriesling (Stichtag 1. Dezember). Der Restzucker ist mit 4 g/l limitiert, nur Traminer und Riesling dürfen mehr haben, müssen aber in die Kategorie „trocken“ fallen.

Die Ortsweine sind ab dem 1. Mai des Folgejahres zu haben. Das Limit für die Restsüße liegt bei 4 g/l, ausgenommen Riesling und Traminer (Klöcher Traminer maximal 12 g/l). Für die Riedenweine gelten bezüglich Inverkehrbringen und Restzucker die Vorschriften der Ortsweine. Gelber Muskateller, Riesling und Traminer dürfen als Riedenweine mehr als 4 g/l aufweisen, müssen aber auf jeden Fall trocken sein.

In allen drei Kategorien sind Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Riesling zugelassen sowie daraus komponierte Cuvées.

Alle Infos und die aktuelle Winzerliste finden Sie unter www.weingenusslinz.at.
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