Toskanische Weingüter wollen künftig stärker auf Schaumweine setzen. Das italienische Landwirtschaftsministerium hat eine Änderung der Produktionsregeln der geschützten geografischen Angabe „Toscana IGT“ bewilligt. Ziel ist es, bis Ende 2026 die Bezeichnung „Spumante Toscana IGT“ zuzulassen.

Die Genehmigung durch die EU-Kommission steht aber noch aus. Künftig sollen unter Spumante Toscana IGT Schaumweine nach der traditionellen Methode sowie im Charmat-Verfahren erzeugt werden – jeweils in Weiß und Rosé.

Die Herkunftsbezeichnung „IGT Toscana“ zählt zu den wichtigsten Italiens: Die durchschnittliche Produktion liegt bei über 90 Millionen Flaschen pro Jahr und einem Produktionswert von zuletzt rund 458 Millionen Euro. Rund 70 Prozent der Weine gehen in den Export. Die Initiative geht auf die Nachfrage vieler Produzenten zurück, die bereits seit Jahren Erfahrungen in der Herstellung von Schaumweinen sammeln. Mit der formalen Integration in das Regelwerk soll diesem Segment nun ein klarer rechtlicher und qualitativer Rahmen gegeben werden.

Die Toskana gilt weltweit als Synonym für Rotweine, geprägt vor allem durch die Rebsorte Sangiovese und renommierte Anbaugebiete wie Chianti Classico, Montalcino oder Montepulciano. Ergänzt wird das Sortiment durch Weißweine wie Vermentino oder die Vernaccia di San Gimignano. Bislang dominieren dabei die Stillweine. Doch veränderte klimatische Bedingungen und ein sich wandelnder Konsumtrend hin zu Schaumweinen führen nun zu einer strategischen Erweiterung.

Quelle: Consorzio Vino Toskano; wein.plus.de