Verändert sich der Konsum, ändern sich auch die Produktionsmethoden. Verlangt der Markt frischere, leichtere und straffere Weine, investieren Weingüter daher weniger in Holz, insbesondere in Eichenfässer und mehr in Edelstahltanks. 

Dies geht aus einem Bericht von Market Intelo hervor, einem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen aus den USA, das den globalen Weinmarkt untersuchte. Laut diesem Bericht ist Edelstahl derzeit das dominierende Material in der Branche und wird per Ende 2025 weltweit 42,5 Prozent aller Weintanks ausmachen – fast die Hälfte. Zudem entfallen 85 Prozent der Tankkäufe der Weingüter auf Edelstahl.

Betontanks haben im Vergleich dazu einen Marktanteil von 28,3 Prozent, während große Eichenfässer, die hauptsächlich für die Reifung hochwertiger Rotweine verwendet werden, bei 16,8 % liegen. Dieser Markt schrumpft im Moment, was vor allem die umsatzstarke französische Küferei zu spüren bekommt, deren Umsätze zuletzt im Jahresvergleich um elf Prozent eingebrochen sind, Tendenz stark steigend. Zahlreiche kleinere Küfereien musste bereits schließen oder Insolvenz anmelden.

Für Edelstahltanks sprechen – neben dem aktuell gefragten Weinstil – auch andere Vorteile: „Die hervorragenden hygienischen Eigenschaften, die Langlebigkeit und die Beständigkeit gegen Korrosion und Verunreinigungen machen Edelstahl weltweit zur ersten Wahl für die kommerzielle Weinproduktion“, schreiben die Autoren des Berichts von Market Intelo. Weiters bietet dieser Tanktyp exzellente Temperaturkontroll-Möglichkeiten und kann mit fortschrittlichen Überwachungs- und Automatisierungssystemen ausgestattet werden, um moderne Weinherstellungsprozesse zu unterstützen. 

Der Markt für Edelstahltank in der Weinwirtschaft wird weiter wachsen: Zwischen 2025 und 2034 prognostiziert die Studie einen Anstieg des Absatzes von Edelstahl-Weintanks um 5,1 Prozent pro Jahr.