Frisches Gemüse aus der Nähe. Der Internationale Tag des frischen Gemüses diesmal am 16. Juni 2026 macht weltweit auf die Bedeutung von frischem Gemüse für Gesundheit und nachhaltige Ernährung sowie auf die regionale Herkunft aufmerksam. Auch feine Weinbegleitungen gibt es dazu, echt feine.

Die Bedeutung von Gemüse in der Ernährung nimmt weiter zu. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich 1996 noch bei 92 Kilogramm, werden heute bereits mehr als 117 Kilogramm Gemüse pro Person und Jahr konsumiert, das ist ein Plus von 27 Prozent. Besonders beliebt sind Paradeiser, Zwiebeln und Karotten. Auch aktuelle Konsumdaten bestätigen diesen Trend: Laut RollAMA essen 18 Prozent der österreichischen Haushalte mehrmals täglich Gemüse, weitere 26 Prozent täglich und 46 Prozent mehrmals pro Woche.

Regional einkaufen, heimische Landwirtschaft stärken

Frisches Gemüse aus Österreich ist auf Bauernmärkten, in Hofläden, bäuerlichen Selbstbedienungsläden sowie im Lebensmittelhandel erhältlich. Orientierung beim Einkauf bietet das AMA-Gütesiegel. Es garantiert heimische Herkunft, hohe Produktionsstandards und eine lückenlose Kontrolle entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

Klimawandel fordert Anpassungen. Trotz positiver Marktentwicklungen steht der Gemüsebau vor großen Herausforderungen. Wetterextreme, längere Trockenphasen, Starkregenereignisse, Hitzeperioden und neue Schädlinge erhöhen den Druck auf die Betriebe. Die Niederschlagsdefizite im Frühjahr 2026 konnten im Gemüsebau weitgehend durch Bewässerung ausgeglichen werden.

Steiermark: 600 Bauern produzieren 32.400 Tonnen Gemüse

Die Steiermark, das flächenmäßig drittgrößte Gemüseanbauland Österreichs, zeichnet sich durch ihre bunte Gemüsevielfalt aus. Gerade jetzt ist die Auswahl besonders groß: von Gurken, Paradeisern, Paprika, Zucchini bis hin zu Brokkoli, Karfiol, Fenchel, Karotten, Kohlrabi, Spargel oder dem traditionellen Grazer Krauthäuptel bietet die Steiermark eine beeindruckende Vielfalt an Frischgemüse. 

„32.400 Tonnen Gemüse haben die rund 600 steirischen Gemüsebauern im Vorjahr geerntet. Das unterstreicht die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen agrarischen Branche, die sehr innovativ und vielfältig ist“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger und verweist auf die kurzen Transportwege des heimischen Gemüses.  

Die besten Weine zu delikatem Frischgemüse

Weiß: Aromatisch bis gereift

Zu knackigen Salaten trinken sich gut frische, leichte Weißweine, etwa Grüner Veltliner oder ein fruchtiger Sauvignon Blanc. Wer gegartes Gemüse serviert, greift am besten zu Weinen mit feiner Aromatik – hier bietet sich etwa Roter Veltliner an. Gemüse mit charakteristischer Grundsüße wie Karotten oder Kürbis vertragen sich gut mit knackiger Säure und fruchtigen Aromen, so etwa mit Muskateller oder Gemischtem Satz aus Wien. Bitter-süße Gemüsekreationen, wie mit Radicchio oder Chicorée, harmonieren mit kräftigeren Weißweinen mit Extrakt- oder Restsüße, wie Rotgipfler oder einem gereiften Riesling.

Rot, fruchtig, klassisch

Zu den leichten Röstaromen von gegrilltem Gemüse passen sehr gut trockene, klassisch ausgebaute Rotweine wie ein Sankt Laurent oder ein leicht gekühlter Zweigelt, selbst der Blaue Portugieser kann hier seine Stärken ausspielen. Zu Eintöpfen mit Hülsenfrüchten und Wurzelgemüse wird gerne straff-fruchtiger Blaufränkisch serviert. Zu Steinpilzen (sautiert, gegrillt oder als Pasta) harmoniert sehr gut ein klassischer Pinot Noir. Generell gilt: je würziger die Aromen und je dunkler die Saucen, desto intensiver die Weinbegleitung.

Rosé & Orange: Fruchtbombe

Intensives Gemüse aus der Kohlfamilie weist einen hohen Proteingehalt auf und verträgt gut Weine mit ausgewogenen Gerbstoffen; hier bietet sich Rosé vom Blaufränkisch, Zweigelt oder Cabernet Sauvignon an, aber ebenso Weine mit Maischestandzeit wie etwa Orange Wine. Auch zu Gemüse vom Grill – etwa Zucchini, Paprika oder Melanzani – wird gerne ein Glas Roséwein oder Rosésekt genossen. Überall, wo Gemüse auf leichte Käse, Frischkäse oder leichten Ziegenkäse trifft, ist Rosé eine gute Entscheidung. Vor allem zur mediterranen Gemüseküche mit Risotto, Pasta mit frischen Kräutern und leichten Gemüsesoßen sind Roséweine eine wunderbare Alternative.

Prickelnd geht immer

Zu fast allen Gemüsegerichten ist Sekt aus Österreich die perfekte Weinbegleitung. Die Kohlensäure wirkt als sprudelnder Geschmacksverstärker und lässt die feinen Aromen der Gerichte erstrahlen. Einige Gemüsesorten verlangen nach betont trocken ausgebauten Schaumweinen, andere schmecken hervorragend in Kombination mit Pet Nat oder mit prickelnden Roséweinen. Vor allem zu schonend gegartem Gemüse sowie zu Kraut und Grünkohl erweist sich Schaumwein aus Österreich als Universalgenie. Sekte vom Sauvignon Blanc oder Muskateller funktionieren sehr gut mit süßem Gemüse wie Karotten oder Kürbis.

Quellen: LK Steiermark; ÖWM

Jetzt ist die Auswahl an regionalem Frischgemüse aus Österreich besonders groß. © Peter Melbinger
Die Bedeutung von Gemüse in der Ernährung nimmt weiter zu. Der Konsum steigt kontinuierlich © Alexander Danner