Italiens Winzer stöhnen wenige Wochen vor Beginn der Weinlese unter randvollen Weinlagern. Zum Halbjahr 2026 waren die Lagerbestände so hoch wie nie zuvor: 46,6 Millionen Hektoliter Wein oder rund 6,2 Milliarden Flaschen 0,75 Liter!

Das ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber Mai 2026 und die Tendenz hält weiter an. Rechnet man die gelagerten Weinmoste dazu, klettert die Gesamtmenge sogar auf 50,3 Millionen Hektoliter. Dies teilt die Unione Italiana Vini (UIV) mit Sitz in Mailand mit. Die UIV ist die bedeutendste Vereinigung der italienischen Weinwirtschaft und vertritt über 800 Mitgliedsunternehmen, auf die mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche und über 85 Prozent des italienischen Weinexports entfallen.

Die durchschnittlichen Weinpreise, die Italiens Winzer erzielen, fallen weiterhin. Für Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung (PDO-Weine = Protected Designation of Origin), der höchsten EU-Qualitätstsufe, erlösten die Winzer zuletzt nur noch 1,57 Euro pro Liter. Für PGI Weine (Protected Geographical Indication), der zweithöchsten EU-Qualitätsstufe, die in Italien meist als IGP Weine bezeichnet werden, erlösten die Winzer gar nur noch 81 Cent pro Liter!