Neue Zahlen der California Association of Winegrape Growers (CAWG) zeigen das Ausmaß der Rodungen von Weinbergen auf. Der US-Bundesstaat verlor binnen eines Jahres zehn Prozent seiner Rebfäche oder 47.000 Hektar. Mehr als die gesamte Rebfläche Österreichs!

Laut einem neuen landesweiten Kartierungsprojekt der CAWG ging die Rebfläche Kaliforniens bis August 2026 um fast 10 Prozent zurück.

Die Branche hat im Laufe des Jahres 47.229 Hektar Weinberge verloren hat, sodass „nur“ noch 439.115 Hektar übrig sind. Damit setzt sich der in den vergangenen Jahren beobachtete Abwärtstrend fort. Mithilfe von Fernerkundung, künstlicher Intelligenz und Feldüberprüfung wurden Weinbergsblöcke im gesamten Bundesstaat kartiert. Der Flächenrückgang wird in den USA nicht durch Förderungen, Subventionen oder andere Hilfen unterstützt und abgefedert.

Die Ergebnisse unterstreichen die Krise, die viele Landwirte in ganz Kalifornien erleben, da sich die Verbraucher-Präferenzen nach der Covid-Pandemie verändert haben und die Inflation das Kaufverhalten neu gestaltet hat. Der Verband erklärte, die Ergebnisse spiegelten die schwierigen Geschäftsbedingungen für die Erzeuger wider, da die Nachfrage nach Wein weiterhin unter Druck stehe und die Produzenten ihre Anbauflächen an den langsameren Markt anpassen müssten.

Der Trend geht dahin, dass sich die Verbraucher von kalifornischen Massenweinen abwenden und stattdessen höherwertige Produkte bevorzugen.