Das Champagnehaus gab bekannt, dass es exklusive Verhandlungen über den Erwerb der renommierten Domaine Pierre Damoy in Gevrey-Chambertin in Burgund aufgenommen hat. Es geht unter anderem um rund ein Dutzend Hektar wertvollste Rebflächen in und um die Gemeinde Gevrey-Chambertin.

Champagne Roederer ist Teil der Roederer-Gruppe, die unter anderem Château Pichon Comtesse de Lalande in Bordeaux und der Domaines Ott in der Provence besitzt. © Jean Charles Gutner

Domaine Pierre Damoy besitzt fast acht Hektar Grand Crus, hauptsächlich in den Appellationen Chambertin, Chambertin-Clos de Bèze und Chapelle Chambertin der Côte de Nuits. Deren Übertragung ins Eigentum der Roederer-Familie Rouzaud ist bereits bei offenen Fristen auf der Homepage der französischen Landwirtschafsagentur SAFER ersichtlich. Ein Kaufpreis wird nicht genannt, dürfte dieser aber erheblich sein.

Frédéric Rouzaud (58), CEO und Vorstandsvorsitzender der Roederer-Gruppe, betreut den Deal federführend. Im Hintergrund werkt daran auch der Familienpatriarch Jean-Claude Rouzaud (84) mit. Verkäufer ist demnach der bekannte Burgundwinzer Pierre Damoy (61) aus Gevrey-Chambertin an der Côte d'Or. Er möchte sich offenbar in die Pension verabschieden, hat keinen Nachfolger für sein Weingut.

Gegründet 1776 und mit Sitz in Reims betreibt Louis Roederer ein 250 Hektar großes Champagne-Weingut, wobei 135 Hektar biologisch zertifiziert sind. Rund um Champagne Roederer betreibt die Familie Rouzaud seit langem eine Diversifizierungsstrategie mit Blick auf außergewöhnliche Weine und Domaines in großartigen Terroirs.

Die „Roederer Collection“ umfasst bereits 12 Weingüter, drei Vertriebsgesellschaften, ein Handelshaus sowie Luxushotels und Gästehäuser. Die Familie Rouzaud ist auch Besitzer von Château Pichon Comtesse de Lalande in Bordeaux und der Domaines Ott in der Provence, weltbekannt durch deren große Roséweine.