Alljährlich bildet der Tag des Sekt Austria am 22. Oktober den Startschuss in die Sekt-Hochsaison. Bis Jahresende werden ab diesem Zeitpunkt üblicherweise 45 Prozent der Jahresmenge konsumiert. Schaumwein erfreut sich hierzulande nach wie vor großer Beliebtheit. 

Damit erweist sich dieses Marktsegment als vergleichsweise stabil. Insgesamt beträgt das Volumen von Sekt rund 33 Millionen Flaschen, davon entfallen etwa 25 Millionen auf importierte und rund acht Millionen auf österreichische Produkte. Ein leichtes Wachstum ist bei Premium-Produkten zu verzeichnen – was als Hinweis auf entsprechende Marktchancen interpretiert werden kann. Bemerkenswert ist zudem der Absatz von alkoholfreiem Schaumwein, der sich von 2024 auf 2025 mit 720.000 Flaschen verdoppelt hat. 

Sprudelnd unter den Besten der Welt 

Ermutigend sind die Ergebnisse bei renommierten internationalen Verkostungen und Wettbewerben. Seit einigen Jahren erzielt Sekt Austria regelmäßig Top-Bewertungen und bewegt sich damit im globalen Spitzenfeld. So zeichnete The Wine Advocate das Weingut Bründlmayer für den „Sekt Austria Blanc de Noirs Extra Brut Reserve 2016“ mit herausragenden 97 von 100 Punkten aus und James Suckling vergab 96 Punkte an dessen „Sekt Austria Blanc de Blancs Große Reserve 2014“. Das Weingut Malat wiederum reüssierte beim Concours Mondial de Bruxelles mit „Großem Gold“ für die „Sekt Austria Große Reserve Furth bei Göttweig 2016“ sowie mit Gold für die „Sekt Austria Brut Nature Reserve 2018“. 

Die Sektkellerei Schlumberger setzte ebenfalls ein deutliches Statement: Bei den Decanter World Wine Awards erhielt die „Sekt Austria Große Reserve 2017“ 96 von 100 Punkten. In ähnlicher Weise festigten viele weitere Hersteller Österreichs Ruf als erstklassige Herkunft für Prickelndes, darunter A-Nobis, Buchegger, Langmann, Loimer, Eruption Winzer, Fritz, Gut Hardegg, Leth, Gross, Harkamp, Paschek, Reckendorfer, Regele, Schloss Gobelsburg, Stift Klosterneuburg, Szigeti, Taubenschuss, Wieninger, Zuschmann-Schöfmann. 

So wird der neue Sektjahrgang 2026

Der Jahrgang 2026 verlangte, wie bereits mehrfach berichtet, den österreichischen Winzern und ihren Reben mit dem heißen Sommer einiges ab. Wie beim Wein insgesamt liegt auch die Erntemenge für den Sekt deutlich unter dem Durchschnitt. Österreichweit werden rund 1,7 Millionen Hektoliter erwartet, das sind 28 Prozent weniger als im Fünfjahres-Schnitt. Um frische und – für den Jahrgang typisch – besonders feinaromatische Grundweine zu keltern, war es entscheidend, je nach Standort und Rebsorte den richtigen, tendenziell früheren Lesezeitpunkt zu bestimmen. Rund zehn Prozent der österreichischen Weinmenge werden versektet. 

Neue Struktur für Sekt Austria 

Aktuell wird in allen Weinbaugebieten und -regionen Österreichs die laut EU-Weingesetz vorgeschriebene Gründung von Erzeugervereinigungen umgesetzt. Für Sekt Austria ergibt sich dadurch die Notwendigkeit, seine Struktur neu aufzusetzen, da die Zuständigkeit für österreichischen Sekt g.U. (geschützten Ursprungs) an die Erzeugervereinigungen geht. Um weiterhin einheitliche Bestimmungen für diese Produktkategorie zu ermöglichen, hat das Österreichische Sektkomitee im vergangenen Jahr einen Leitfaden für die Produktspezifikation von Sekt g.U. erstellt, dessen Inhalt von den Erzeugervereinigungen übernommen werden kann. 

Aurore Jeudy, Kellermeisterin Schlumberger & Vorsitzende Sekt-Austria-Komitee; Chris Yorke, Geschäftsführer Österreich Wein Marketing © Sekt Austria, Christine Miess
Alles prickelt (v.l.): Michael Malat (Sektwinzer & Marketingleiter Sekt Austria), Dagmar Gross (Geschäftsführerin Sektkomitee), Christa Kummer-Hofbauer, Aurore Jeudy (Vorsitzende Sekt-Austria-Komitee), Chris Yorke, Geschäftsführer Österreich Wein Marketing © Sekt Austria, Christine Miess
Christa Kummer-Hofbauer stolz mit ihrer Ernennungsurkunde zur Sektbotschafterin 2025 © Sekt Austria, Christine Miess