Eine engagierte Verfechterin kulinarischer Ethik: Sara Aqel vom Dara Dining in der jordanischen Hauptstadt Amman wurde zur besten Küchenchefin der MENA-Region (Middle East & North Africa) gekürt. Ihr Engagement für lokale Aromen und ihr Einsatz für ethische Praktiken trugen Sara Aqel den Award ein.

Verliehen wird die Auszeichnung von The World’s 50Best Restaurants, die alljährlich ihre große Award Ceremony schon im Vorfeld monatelang mit Special Awards und regionalen Listings einläuten. Da die kommende Auszeichnung der 50 (und 100) besten Restaurants der Welt im November 2026 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) stattfinden wird, ist die Kür der besten Köchin der MENA-Region ein naheliegender Vorläufer.

Internationale Ausbildung, lokale Wurzeln

Die kulinarische Ausbildung von Köchin Sara Aqel begann zwar im Elternhaus, wo ihre Mutter leidenschaftlich gern kochte und Gäste bewirtete, doch schon bald führte sie ihr Weg in die ganze Welt. Nach ihrem Abschluss an der Royal Academy of Culinary Arts in Jordanien und anschließend an der Schweizer Kochschule Les Roches machte sie sich als globale Küchenchefin von Fi'lia einen Namen und leitete renommierte Restaurants in Dubai, Miami, Paris und auf den Bahamas.

Dara Dining zählt zu den besten Restaurants in Nahost & Nordafrika

Ihre Rückkehr nach Amman, so erklärt sie, sei von ihrer tiefen Überzeugung von der Qualität jordanischer Produkte und Erzeuger motiviert gewesen. Im Dara Dining kreiert sie Gerichte mit lokalen Aromen, wie zum Beispiel einen Tomaten-Shanklish-Salat, eine palästinensisch inspirierte Moussaka und Khubeizeh-Gemüse. Sie blickt aber auch über den Mittelmeerraum nach Italien, Spanien und Griechenland und bietet Pizza, Pasta, gebackenen Feta und Torrijas (ein klassisches spanisches Dessert) auf der Speisekarte an. 2025 wurde Dara Dining als eines der 50 besten Restaurants im Nahen Osten und Nordafrika mit dem „Highest New Entry Award“ ausgezeichnet und etablierte sich damit als feste Größe in der regionalen Gastronomieszene.

Aqel glänzt nicht nur kulinarisch, sondern setzt sich auch stark für nachhaltige und ethische Praktiken ein. Sie versteht Essen als Plattform für den Dialog über Kulturaustausch und Bildung und arbeitet mit gleichgesinnten Produzenten zusammen, die sich als verantwortungsvolle Hüter ihres Landes und ihrer Gemeinschaften erwiesen haben. So kooperiert sie beispielsweise mit Mistaka, einem Käsehersteller, der Milch von lokalen Awassi-Schafen verwendet, die nach nomadischer Tradition gehalten werden. Auch die Keramik bezieht Aqel von der irakischen Frauenkooperative Al Amir, die handgefertigte Teller exklusiv für das Restaurant entwirft.