2024 Riesling Ried Zöbinger Heiligenstein 1ÖTW
Weingut
Topf
Kamptal

Feine Rieslingfrucht, Pfirsich, auch tropische Frucht, Mango, lebhaft mineralisch; feine Marillennoten am Gaumen, balanciert, zarte Fruchtsüße, stimmige Säure, viel Schliff und Mineralität, gute Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Topf
Kamptal

Familie Topf
3491 Straß im Straßertale
Talstraße 162

Reichhaltig und nachhaltig – so präsentiert sich das etwa 30 Weine umfassende Programm der Familie Topf aus Strass. Das Weingut wird seit zwei Jahren von den Brüdern Max als Kellermeister und Hans-Peter als Frontmann im Verkauf und Marketing geführt. Die Eltern Hans und Magdalena sind zwar nach wie vor präsent, stellen sich aber schon länger in die zweite Reihe. Mit dem Einstieg der Topf-Jugend hat man den Betrieb auch auf Bio umgestellt, 2023 war der erste offiziell zertifizierte Jahrgang. „Wir bevorzugen den frischen, betont trockenen Stil im Wein“, sagt Hans-Peter Topf, ihre trockenen Weine weisen alle so ein bis zwei Gramm Restzucker aus. „Wir schauen, keine Botrytis-Trauben zu haben, fokussieren auf reduktiven Ausbau im Edelstahl und verwenden weitgehend Schraubverschlüsse.“ Das gilt insbesondere für die Kamptaler DAC-Sorten Grüner Veltliner und Riesling sowie für die leichte Sortenvielfalt. An der Topf-Basis gibt es zwei Gebietsweine – einen Grünen Veltliner und einen Riesling; genauso wie in der Ortsweinmitte. Spannend wird es bei den Topf Lagenweinen, wo es überall eine Handvoll gibt. Während beim Grünen immer der puristische Gaisberg der Primus inter Pares ist, gehört bei den Rieslingen heuer nicht der Klassiker vom Heiligenstein der große Auftritt, sondern dem Riesling vom Wechselberg Spiegel, eine Lage, die mit Hans Topf Senior untrennbar verbunden ist. Denn er hat 1992/93 diesen Berg um 45 Grad umgedreht – von SW auf SSW, womit die Lage jetzt Talauswärts schaut – und die Topfs Jahr für Jahr einen bildhübschen Wein daraus zaubern. Seit jeher steht das Weingut auch für Burgunder – diese Tradition und Liebesgeschichte führen auch die Topf-Brüder weiter – mit ihrer Vorstellung, dabei vermehrt auf österreichische Eiche statt französisches Holz zu setzen, und die Burgunder im Ausbau generell etwas straffer und alkoholleichter anzulegen. Weiter so.

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