Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142
Tel. +43 2715 22955
buero@weinhofmeisterei.at
www.weinhofmeisterei.at
Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps
Weine
Samtig, feinhefig, tolle Frucht mit Tiefgang, dunkel-florale Anklänge, Wachsnoten, changierend, elegant, reichhaltig, weiße Schoko; köstliche Frucht, beachtliche Fülle, lebhaft, feiner Biss, kernig, Quitte, langes Finish.
Elegant, ausgewogen, jugendlich, ruhig und kühl, zarte exotische Töne, Litschis, kandierte weiße Früchte; saftig, erfrischend, elegant, Limette, kernig, zartbitter, hinten viel Zitrus, knackig, zartes Finish.
