Paul Kiefer
3620 Spitz an der Donau
Mieslingtal 3
Tel. +43 650 7203663
office@atzberg.at
www.atzberg.at
700 Jahre zurückliegende Aufzeichnungen belegen es: Bereits im Jahre 1328 wurde diese Ausnahmeriede mit dem Namen „Ärtzberg“ verewigt. Der Boden – wie der ursprüngliche Name erahnen lässt – ist erzhältig (rotes Gestein mit Gneis und Schieferstruktur) und zählt zu den kargsten in der Wachau. Auf den mit einer Hangneigung von 75 Prozent bis zu einer Seehöhe von 420 Metern hinaufreichenden Parzellen benötigen die Trauben etwas länger Zeit für ihre Entwicklung, das bedeutet auch spätere Ernte, was wiederum der physiologischen Reife zugutekommt. Hier spüren die Trauben sowohl die Kühle des Spitzer Grabens als auch die milderen Luftmassen des Donautals – eine klimatische Idealkombination. Die Riede Atzberg liegt unmittelbar neben der ebenfalls zu den Toplagen der Wachau zählenden Singerriedel, mit der sie in früheren Tagen eine geologische Einheit gebildet hatte, ehe der aus dem Waldviertel in die Donau strömende Mieslingbach die beiden Lagen voneinander trennte. Sechs Jahrzehnte lang kümmerte sich niemand um die Terrassen am Atzberg – sie waren auch größtenteils verfallen und mussten samt den Trockensteinmauern mühsam wieder errichtet werden. Begonnen hatte es mit der Idee des unvergessenen Weinpfarrers Hans Denk, der in einem Gespräch mit Franz Josef Gritsch vom Mauritiushof den Anstoß dazu gab, diesen Weinberg zu rekultivieren. Mit dem Jahrgang 2012 erblickte dann der erste Grüne Veltliner vom Atzberg das Licht der Welt – ein großartiger Wein, der auf Anhieb fünf VINARIA Sterne einheimste. Mittlerweile hat Franz Josef Gritsch die Unternehmensleitung an seinen Geschäftspartner Hans Schmid (Weingut Mayer am Pfarrplatz, Rotes Haus) übergeben, dessen zentraler Verkaufschef, Paul Kiefer, in der Wachau die Geschäftsführung innehat und für die Weingartenbearbeitung und Lese verantwortlich ist. Die Vinifikation liegt in bewährter Weise in den Händen von Johann (Hansi) Donabaum aus dem gleichnamigen Weingut in Spitz, der aufgrund der unterschiedlichen geologischen Gegebenheiten und den nicht immer einfachen Wetterbedingungen heuer von insgesamt acht erforderlichen Erntedurchgängen spricht, um die Trauben zum jeweils optimalen Reifezeitpunkt in den Keller zu bringen. Eine kleine Traubenernte im Federspiel-Bereich erlaubt erstmals eine attraktive Ergänzung in der mittleren Gewichtsklasse.
