Weingut Kerschbaum
Mittelburgenland

Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111

Tel. +43 2610 42392
Fax. -40
weingut@kerschbaum.at
www.kerschbaum.at

Das Weingut Kerschbaum, ein Leitbetrieb im Mittelburgenland, war viele Jahre Produzent hervorragender Rotweine, Weißwein war kein Thema. Das hat sich geändert, denn Michael beschäftigt sich nun auch mit weißen Varietäten. Mit der Ried Kirchholz verfügt er über einen Weingarten, wo der Grüne Veltliner im Jahr 1941 gepflanzt wurde. Die Trauben für den Chardonnay hat er mit seiner Mannschaft in Höflein bei Eisenstadt selbst geerntet und in Horitschon gekeltert. Vergoren und ausgebaut wurde er im Holzfass. Beide Weine gibt es noch, wir haben sie voriges Jahr vorgestellt. Auf dem roten Sektor führt Michael Kerschbaum behutsam das weiter, was sein Vater Paul geschaffen hat. Dabei hat dieser bescheidene junge Mann seinen eigenen, authentischen Stil gefunden. Betriebsleiter Josef Pusch, als Kellermeister ein sprichwörtliches Urgestein, steht dem jungen Winzer zur Seite. Michaels Frau Stefanie komplettiert das Team; sie ist für den administrativen Part zuständig. Verkauf, Füllanlage und Lager befinden sich im Betriebsgebäude an der westlichen Ortseinfahrt von Horitschon, der Keller ist nach wie vor am Stammsitz im Dorfzentrum situiert. Nach wie vor ist der Blaufränkisch die wichtigste Rebsorte. In der Top-Lage Dürrau wurzeln die bis zu 70 Jahre alten Rebstöcke in einem tiefgründigen, eisenhaltigen Lehmboden. Das fördert kräftige, vielschichtige Weine. Der Boden der Ried Hochäcker ist ein Gemisch aus Lehm und Löss, darunter befindet sich wasserdurchlässiger Kies. Der Blaufränkisch von hier zeichnet sich durch eine dezente Pfeffernote aus. Grundsätzlich liegen alle Weine für mindestens vierzehn Monate im Holz, auch jene der Basislinie, je nach Wein auch deutlich länger. Der Fokus ist auf eine präzise Frucht ausgerichtet. Diesem Anspruch kommt die Lagerung im großen Holzfass sehr entgegen. Der Blaufränkisch Ried Dürrau wird ausschließlich in neuem Holz ausgebaut, 80% davon sind Barriques, der Rest Gebinde mit 500 Liter Fassungsvermögen. Für die Lagenweine verwendet Michael nur Reben, die mindestens 25 Jahre alt sind. Die Top-Qualitäten bleiben bis zu fünf Wochen auf der Maische. Das setzt im Interesse der Ausgewogenheit physiologisch reife Beeren voraus, das heißt, reife Tannine. Michael Kerschbaum hat das Holz zurückgenommen, um die Sortentypizität und die Frucht zu betonen.

Weine

PLV
2018 Blaufränkisch Ried Hochäcker
Als Sorte unverkennbar, Waldbeeren, Kakao, feinfühliger Holzeinsatz lässt der Sorte Platz, ein Hauch von pfeffriger Würze; viel Frucht, Gerbstoffe gut eingebaut, sehnig, belebendes Säurespiel, ausgewogen, trinkanimierend, Beeren klingen lange nach.
Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss
TIPP
2018 Blaufränkisch Ried Dürrau

Dezent rauchig, Boden kommt durch mit einem lagentypischen Hauch Eisenoxid, elegant, dunkelfruchtig, bisschen Powidl, noble Würze; feingliedrig, dennoch viel Schub, Säure macht den Wein lebendig, feines Gerbstoffnetz, frei von jeder Üppigkeit, Trinkvergnügen auf hohem Niveau, lang, Weihrauch im Nachhall, Potenzial.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork
TIPP
2018 Cuvée Impresario

(60BF/20ZW/15ME/CS) Ganzer Korb von Beeren wie Blaubeeren und Himbeeren, auch Kirschen, Prise Pfeffer und Lorbeerblatt, Kakao, getrocknete Kräuter, vielschichtig und nobel; aromatisches Dacapo, Kakao kommt auf dem Gaumen deutlicher und hält sich bis in den Abgang hinein, Säure und perfekt integrierter Gerbstoff geben
Struktur, salzige Ader, Holz nur zur zarten Untermalung.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork