Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111
Tel. +43 2610 42392
weingut@kerschbaum.at
www.kerschbaum.at
Paul Kerschbaum hat vor vielen Jahren die Messlatte für Rotwein aus dem Mittelburgenland gelegt. Er hat das von seinem Vater übernommene Weingut zu einem Leitbetrieb gemacht. Schon vor einigen Jahren hat er seinem Sohn Michael die Regie übertragen. Der junge Winzer dreht mit Bedacht und Gefühl an den Stellschrauben. Seine Devise: „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!“ Er befasst sich auch mit Weißwein, einem Chardonnay und einem Grünen Veltliner. Ausgesprochen gut angenommen wurde die rote Cuvée Opera, eine Melange aus Blaufränkisch und Merlot. Dieser Wein schließt qualitativ und preislich die Lücke zwischen der Basislinie und den Lagenweinen. Die Familie besitzt Anteile an so renommierten Rieden wie Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Die Lage Dürrau mit ihrem eisenhaltigen Untergrund ist prädestiniert für tiefgründigen Blaufränkisch mit eleganter Struktur und unverkennbaren Bodentönen. Hochäcker kennzeichnet ein Gemisch aus Lehm und Löss, was in feuchten Jahren von großem Vorteil ist. Die hier ausgepflanzten Blaufränkisch-Klone besitzen eine pfeffrige Würze. Michael lässt seinen Weinen Zeit. Mit dem Jahrgang 2019 hat er begonnen, nennenswerte Mengen von Weinen auf Lager zu legen, um in einigen Jahren gereifte Rotweine anbieten zu können. Die Nachfrage nach solchen Produkten sei zunehmend. Die heuer vorgestellte Serie zeigt die gewohnt präzise Handschrift des Hauses. Die Weine sind frei von Opulenz, sie erzeugen Spannung, Blendwerk ist ihnen fremd. Die Cuvée Paul Kerschbaum ist unangefochtener Primus, ein eleganter und in sich ruhender Wein.
Weine
Feingliedrig, elegant, tiefe dunkle Frucht à la Brombeeren und Kirschen, Hauch Heidelbeeren, Boden kommt durch; aromatisches Dacapo, Gerbstoffnetz gibt Konturen, feinfühliger Holzeinsatz, im langen Nachhall rauchig mit dunkler Frucht, Lagencharakter, noch sehr jung.
(BF/ZW/ME/CS) Dunkel getönt, vielschichtig fruchtig, Waldbeeren, Kirschen, ein winziger Hauch Efeu; schließt nahtlos an, viele Facetten, feiner Tanningrip, Holz zur Untermalung, balanciert, fernab von Opulenz, lang.
(50 % CS / ME) Nobel, kündigt Substanz an, dezent rauchig, beide Sorten gleichberechtigt, viel dunkle Frucht, frisch gemörserter grüner Kardamom, Prise tasmanischer Pfeffer; großer Aromenbogen auch auf dem Gaumen, Netz von reifen Gerbstoffen, druckvoll-sehnig, hat das neue Holz fast vollständig absorbiert, harmonisch, hinten ein Prise Kakaopulver, lang, völlig frei von Blendwerk.
