Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48
Tel. +43 3454 265
weingut@sabathi.com
www.sabathi.com
Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.
Weine
Druckvolles Bukett, ruhig, viel Würze und bodenstämmige Noten, dahinter dezente Frucht; aromatisches und charakterliches Dacapo, viel Substanz, perfekt eingebundene Säure, elegante Würze, große Länge, kalkiger Schmelz im Finish und im Nachhall.
Strahlt Gelassenheit aus, kündigt Substanz an, erinnert an Kumquats und gelbe Tropenfrüchte, Boden kommt durch; Frucht, Würze und kalkige Noten innig verwoben, Power ohne Üppigkeit, gediegener Wein von großer Länge, Reserven.
Kündigt schon im Bukett Tiefgang und sehnige Substanz an, zarteste Gewürzaromen angedeutet, vom Boden geprägt; schließt nahtlos an, feinmaschiges Säurenetz, subtiles Spiel mit dem Holz, welches sich erst im langen Abgang dezent bemerkbar macht, elegante Frucht hinten auf dem Gaumen und im langen Nachhall, in sich ruhend, völlig unplakativ.
Betont kalkig, präzise, fokussiert, hauchzarte Gewürzaromen und elegante Frucht; aromatisches Dacapo, feingliedrig, Tiefgang, zarte Säure und ein Hauch Gerbstoff geben Struktur, große Länge, beachtliche Reserven, steht erst am Anfang.
Sorte kommt durch, rotbeerig, bisschen Waldboden, Kirschen; feine Frucht, zugängliche Säure, Tanninschleier, gute Substanz, ernsthaft.
