Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Beginnen wir einmal mit den unkonventionell bereiteten Weinen, von denen heuer zwei ganz verschiedene auf dem Prüfstand waren. Zum einen ein spontan mit der ganzen Traube ver-
gorener Traminer, der 18 Monate im großen Fass reifte und trotz dieser ungewöhnlichen Methode und minimaler Schwefelzugabe die Aromatik der Rebsorte in individueller Weise zum Ausdruck brachte. Zum anderen präsentierte sich im roten Bereich der bereits bekannte, ohne Schwefel-
zugabe gereifte Blaufränkisch Urwerk 2017 recht maischig und archaisch, aber dennoch 
charakteristisch, was Weinfreunde, die diese ungeschminkte, puristische Stilistik schätzen, sicher erfreuen wird. Haben wir ja schon im Vorjahr die überzeugende Frühform der preisgünstigen Rotweine hervor-
gehoben, so ist die Lobeshymne dieses Jahr noch zu steigern, sind doch die 2019er Standard-
weine so gut wie noch nie ausgefallen. Dies gilt für 
die vor Fruchtfülle und Saftigkeit prunkenden 
Blaufränkischen Rusterberg und Gemärk im 
Besonderen, aber auch für den durch den hohen 
Merlot-Anteil schon sehr runden und harmonischen Tridendron. Auch der hauptsächlich auf Blaufränkisch aus der Spitzenlage Mariental 
basierende Maulwurf verdient ein Sonderlob, 
zumal er sich mit seinem kirschfruchtigen, 
rassigen Stil dem „großen Bruder“ in Gestalt 
des Mariental-Blaufränkischen immer weiter 
annähert. Punkto Komplexität und Finesse scheint der Blaufränkische 2019 von der Ried Oberer Wald nahezu eine neue Dimension zu erreichen. Auch er könnte bei kontinuierlicher Weiterent-
wicklung zum besten aller Zeiten erwählt werden; 
bereits jetzt erinnert er mit seinem Tiefgang an die größten Vorjahre wie 2006, 2012 und 2016. Während der 2018er Cabernet-Merlot eine für den Jahrgang ungewöhnliche Tanninfülle besitzt 
und zu seiner Harmonisierung vermutlich von 
weiterer Flaschenreife profitieren dürfte, präsentiert sich der bereits legendäre Blau-
fränkische von der Ried Mariental aus diesem Jahr doch bedeutend offenherziger und zu-
gänglicher, als dies etwa in den beiden Vor-
gängerjahren der Fall war, und scheint somit ein typisches Kind des Jahrgangs zu sein. Dennoch sollte er in keiner Sammlung von Liebhabern 
dieses unverkennbaren Modellweines fehlen, denn der Vergleich mit Jahrgängen wie 2011 und 2015 könnte schon spannend werden.

Weine

2020 Gelber Muskateller Ried Greiner
Feiner Blütenduft, Zitrone, kühl und beschwingt, feingliedrig und schlank, dezente 
Muskataromen, guter Biss.
Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Glassstöpsel
2018
Weißwein
Chardonnay
€€€
2018 Traminer Ganze Traube
Archaisch anmutendes, hefig-traubiges Bukett, Anflug von Rosenblüten und Eibisch, feine Wermutnote, recht kühl und leichtfüßig, andererseits auch dicht und fleischig – höchst individuelle Interpretation.
Weißwein
Traminer
€€€
Naturkork
PLV
2019 Blaufränkisch Ried Rusterberg
Pikante Weichselfrucht, auch etwas Moosbeere, pfeffrig, frisch und konturiert, feingliedrig und saftig zugleich, fest verwoben, dunkelfruchtiges 
Finale, der bislang beste Rusterberg.
Rotwein
Blaufränkisch
€€
Glassstöpsel
PLV
2019 Blaufränkisch Ried Gemärk
Marzipan und 
Herzkirschen im Überfluss, auch Granatapfel, lebhaft wie verlockend, gediegen und kernig, betont heuer die „blauen“ Aromen, herzhaft, engmaschig und lang.
Rotwein
Blaufränkisch
€€
Glassstöpsel
2019
Rotwein
Cuvée Rot
€€
2019
Rotwein
Cuvée Rot
€€€
2019
Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
2017
Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
2018
Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
2018
Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€