Rudolf Fritz
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1
Tel. +43 676 3471907
weingut@rudolf-fritz.at
www.rudolf-fritz.at
Am gegenüberliegenden Ufer der Stadt Krems und zu Füßen des Göttweiger Bergs mit seinem berühmten Benediktiner Stift befindet sich die Südseite des Weinbaugebiets Kremstal. Hier ist Rudolf Fritz, Absolvent der Weinbauschule in Krems, mit seinem Betrieb zugange, wo er rund 12 Hektar Weingärten bewirtschaftet, hauptsächlich bepflanzt mit Grünem Veltliner und Riesling. Das Hauptaugenmerk bei seiner Arbeit in Weingarten und Keller legt der ambitionierte Kremser dabei vor allem auf ein gut funktionierendes Ökosystem, ganz nach der Devise „Weinqualität entsteht im Weingarten und nirgendwo anders“. Unterstützt wird er von seinen Eltern, wobei vor allem der Herr Papa – ebenfalls ein Rudolf – überall dort anpackt, wo Hilfe erforderlich ist. 2025 war für den Winzer ein mit wenigen Ausnahmen guter Jahrgang. Erntemenge und Traubenqualität waren mehr als zufriedenstellend, lediglich der Riesling hatte unter den im Herbst einsetzenden Regenfällen zu leiden. Penible Weingartenarbeit und strenge Selektion bescherten Rudolf Fritz aber auch hier ansehnliche Ergebnisse. Wie auch im Jahr zuvor kamen die Veltliner mit den Wetterbedingungen weitaus besser zurecht, die 2025er sind heuer um einiges höher einzuschätzen. Das zeigt sich bereits bei den frischen, klaren Einstiegsweinen aus den Rieden Herrentrost und Frauengrund, erreicht beim Der Fritz bereits einen bemerkenswert hohen Level und wird gekrönt von einem umwerfend stoffigen, finessereichen Schweren Zapfen. Ein weiterer Veltliner kann’s voraussichtlich noch besser – der heuer noch pubertär anmutende Brunnberg deutet mit seinem generösen Fruchtschmelz und viel Eleganz sein Potenzial an. Ein finales Urteil wird es freilich erst im kommenden Jahr geben, wenn dieses Prachtstück in den Verkauf kommt und wir es im Guide beschreiben dürfen.
Weine
Juvenile Aromen nach Hefegebäck, Mandarinen, Mentholkräutern, Tannen; fließt kühlwürzig und druckvoll über den Gaumen, strukturgebendes Tannin; Frucht- und Würzefülle werden von einem hohen Maß an Finesse relativiert; hat Tiefgang und Länge.
Dezente Nase, Ringlotten, frisches Steinobst, vor allem der rote Pfirsich; das straff taillierte Säurekorsett verleiht dem Wein sein kristallklares Gefüge; puristischer, fast ein wenig asketischer Riesling.
Brioche, Nusskuchen, Maronen; baut sich im Glas wunderschön auf mit Aromen von Zitronengras, Honigmelonen, Crème Caramel und verdichtet sich zum burgundischen Prachtexemplar; nobel, finessereich und nahezu perfekt balanciert.
Fragile Erdbeernase, Rosenblätter, legt sich mit unglaublicher Zartheit auf den Gaumen und gibt dann doch aus; delikate, milde Säure, frisch und amikal; feiner Sommerwein.
