Lukas Hagen
3500 Krems an der Donau
Seilerweg 45
Tel. +43 2732 78160
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www.weingut-hagen.at
Lukas Hagen, der Junior, macht – zusammen mit den Eltern Anton und Ulli – Jahr für Jahr Weißweine von Rang und Namen. Dass ihnen das heuer, speziell bei den Rieslingen, deren Ernte in eine anhaltende Regenperiode fiel, so gut gelungen ist, hängt in erster Linie von der peniblen Weingartenarbeit ab, bei der mittels rigoroser Traubenselektion ein Großteil des Leseguts erheblich reduziert wurde. Zweifellos liegt es aber auch an den großartigen Rieden, die man im Kremstal zur Verfügung hat. Sandgrube, Holzgasse, Weinzierlberg, alle in Donaunähe gelegen, profitieren vom pannonischen Einfluss und dem Feuchtigkeitsversorger Donau. Die im eigentlichen Kremstal liegenden Rieden wie Thurnerberg, Kremsleithen oder der Rehberger Goldberg werden hingegen von den kühlwürzigen Luftmassen des Waldviertels beeinflusst. Und wo die Letztgenannten durch die Bank karge, steinige Bodenschichten aufweisen, bestehen die Rieden an der Donau in erster Linie aus Sand- und Lössböden. Neu ist, dass ab dem aktuellen Jahrgang die drei Topweine des Hauses erst mit einem Jahr Verspätung auf den Markt kommen. Der 2024er Grüne Veltliner Alte Reben, den wir im Vorjahr nur „angekostet“ haben, steht heuer in der Angebotsliste. Die beiden Reserven – Riesling Altenburg und Weißburgunder – sind mit dem Jahrgang 2025 erst im nächsten Jahr im Portfolio. Vor allem der Riesling, der sich heuer noch etwas schüchtern, aber auch vielversprechend gibt, wird von dieser Entscheidung in besonders hohem Maße profitieren. Dass einem kraftvollen weißen Burgunder ein zusätzliches Reifejahr ebenfalls gut bekommt, liegt ohnehin auf der Hand.
Weine
Zerbrochene Steine, pfeffrig-rauchiger Background, kühle dunkle Würze, Kräuterwiese, Minze, Kornfeld; straffes Säurekorsett, Terroir lässt grüßen.
Einladender Duftstrauß aus Honigblüten, Tropenfrüchten, weißen Birnen, Schwarzpfeffer; dazwischen kräuterherbe Schichten, Wacholder; mächtiges, aber glockenklares Fundament, wieder einmal die Quadratur des Kreises in Gestalt eines voluminösen und zugleich finessereichen, komplexen Weins, der seine erste Trinkreife erreicht hat.
Saftig-steinobstige Nase, Marillenparfait, Kumquats; ab der Mitte reifer Fruchtschmelz, geschmeidige Säure, substanziell, aber nicht voluminös, sondern fein gemeißelt.
Dezenter Auftritt mit gelben Rosen, Holunderblüten und dem Biss in grüne Muskattrauben; feingliedrig angelegt, leichtfüßig, geradlinig.
