David und Katharina Harm
3508 Krustetten
Am Brunnen 14
Tel. +43 660 4755718
office@weinschwaermer.at
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Familie Harm betreibt seit gut 30 Jahren biologisch zertifizierten Weinbau und ist in der Region somit einer der Vorreiter für nachhaltige Landwirtschaft, die sich nicht nur auf Vitikultur beschränkt. Auch im Bio-Marillenanbau hat sich der Betrieb einen Namen gemacht. Beim Wein setzt man auf die Kaliber Grüner Veltliner und Riesling, die neben Gutswein und Gebietsweinen – firmierend unter Kalk und Löss – bis hin zu Riedenweinen gekeltert werden. Daneben gibt es auch Sauvignon Blanc und Komplementäre wie die feine Piwi-Sorte Muscaris im Sortiment. Die Reserven unter den Lagenweinen kommen erfreulicherweise erst nach gebührender Lagerung in den Verkauf, weshalb in diesem Fall 2023 der aktuell erhältliche Jahrgang im Verkauf ist. Viele Chargen werden auch in kleinen Mengen zunächst separat ausgebaut, der Topwein des Betriebs hat durch diese aufmerksame önologische Haltung den Weg erstmals in die Flasche gefunden – dazu später mehr. Von den verkosteten Veltlinern hat uns neben dem typisch löss-würzigen Ried Silberbichl der 2023 Ried Schiefer besonders gut gefallen. Achtung: Die Riedbezeichnung meint nicht Schiefer als Boden, sondern bezieht sich auf die namensgebende historische Weinberg-Erhebung namens Schiffberg, die als Orientierungshilfe entlang der Donau diente. Riesling ist eine Kernkompetenz des Weinguts und wird auch in Neuauspflanzungen weiter forciert, bereits der unkompliziert fruchtbetonte Hollenburg Kreuzberg zeigt mit gewisser Finesse auf. „Eine unterschätze Riede mit markantem, rosaroten Konglomerat, ein vergleichsweise exotisches Terroir“ in unserer Region, so Winzer David Harm. Apropos exotisch: Der 2023 Riesling Steiner Kögl hat jede Menge südlich geprägte Frucht und empfiehlt sich als pfiffiger Spätlesecharakter, aber ohne die traditionelle Schwermütigkeit dieser Stilistik, sondern mit viel Trinkfluss. Kommen wir zum Highlight des Hauses, dem 2023 Riesling Am Stein aus der Herkunft Wachau, einer historischen Riede, die nur per Handarbeit zu bewirtschaften ist (und mit der sonst nur der Nikolaihof von sich Reden macht): viele Facetten anzeigend mit Pikanz, Subtilität und Finesse bei feiner Säurepräsenz und toller Länge, im nicht ganz unkomplizierten Jahrgang 2023 einen Klasse für sich.
