Franz Xaver Tanzer
3506 Krems-Thallern
Thallerner Hauptstraße 1
Tel. +43 2739 2208
wein@tanzer.at
www.tanzer.at
Wer einmal die Südseite der Wachau bereist und sich für gute Weine interessiert, kommt früher oder später nicht am Weingut von Franz Tanzer in Thallern am Fuße des Göttweiger Bergs vorbei. Gründe dafür gibt es mehrfach. Zum einen ist das wohl die hohe Qualität seiner Weine, zum anderen die für ein relativ kleines Weingut bemerkenswerte Angebotspalette. Außerdem findet sich hier eine als Top Heuriger ausgezeichnete Buschenschank mit 45-jähriger Tradition. Bleiben wir zunächst einmal bei den Weinen, die uns aktuell zur Degustation vorgestellt wurden. Sie stammen alle aus dem letzten Jahrgang, 2025, und gebietstypisch spielen Grüne Veltliner und Rieslinge erwartungsgemäß die Hauptrolle. Der umtriebige Weinmacher beschäftigt sich aber auch mit einer Reihe von Randsorten, wie Pinot Blanc, Chardonnay, Gelber Muskateller und diversen Rotweinreben. Die Weingärten befinden sich in den besten Lagen rund um den Göttweiger; Herrentrost, Frauengrund und Goldbühel sind den Veltlinern vorbehalten, während die beiden Rieslinge aus den Rieden Steinhagen und Schweren Zapfen stammen. Der aktuelle Jahrgang war geprägt von einer verhältnismäßig frühen Reife. Die Menge stimmte und infolge der früher erfolgten physiologischen Traubenreife gab es auch herausragende Ergebnisse mit etwas leichteren, dennoch kompletten, komplexen Weinen. Der September fiel allerdings mit zwei Regenperioden sehr feucht aus und setzte vor allem den Rieslingen zu. Dass die Rieslinge mit ihrer klaren Struktur und ihrer Säurerasse dennoch reüssieren können, ist zweifellos der Hand des Winzers zu verdanken. Primus inter Pares ist heuer freilich wieder einmal der exzellente Grüne Veltliner vom Goldbühel.
Weine
Kühlwürziges Entrée, Moos, Waldboden, dann auch pfeffrige, leicht grüne Noten, begleitet vom feinen Säureschliff; mittlere Maschen, dicht, saftig und fein gegliedert; macht richtig Spaß.
Einladender Frucht-Würzemix aus reifen Trauben, Birnen, Orangenzesten und tabakigen Nuancen; mittelkräftiger, saftstrotzender Kern, freizügig, mundfüllend, ohne opulent zu sein; fließt extraktsüß, schmelzig über den Gaumen und macht gehörig Druck bis ins lange Finish.
Mineralische Nase, zart karamellige Einflüsse, Croissants, Haselnüsse und ein wenig Safran; trotz präsenter Säure sehr geschmeidig, fein gestrickt und wundervoll burgundisch.
Grüne und rote Erdbeeren, Hagebutten und Weichseln – hier setzt sich der Zweigelt deutlich in Szene; fruchtsüßer, pfiffiger Rosé für den Sommer.
