Die Händler und Winzer der Champagne haben sich auf einen Ertrag von maximal 8.800 Kilogramm Trauben pro Hektar für den kommenden Champagnerjahrgang 2026 geeinigt. Ein weiterer Reduktionsschritt in Ertrag und Produktion. Die Lese startet diesmal am 15. August 2026.

Das gab Maxime Toubart, Präsident des Syndicat Général des Vignerons de Champagne (SGV) und Co-Präsident des Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC), bekannt. Wie unter anderem das Magazin La Revue du Vin de France berichtet, bedeutet diese Vorgabe bereits die vierte Ertragsreduzierung in Folge. Damit will der Branchenverband vor allem die hohen Lagerbestände abbauen. Zugleich bestätigte er den 15. August 2026 als offiziellen Erntebeginn – den frühesten Lesestart seit 200 Jahren

Im Jahr 2025 wurde die Höchstmenge an zu erntenden Trauben auf 9.000 Kilogramm pro Hektar zurück genommen, im Jahr davor (2024) bereits auf 10.000 Kilogramm. Allenfalls überschüssige Trauben müssen anderen Verwertungswegen oder der Destillerie zugeführt werden.

Das Ziel der Händler und Winzer in der Champagne, mittelfristig wieder 300 Millionen Flaschen Champagner pro Jahr zu verkaufen, bleibt davon unberührt. Derzeit liegen die jährlichen Verkaufszahlen weltweit wegen der schwächelnden Märkte allerdings klar darunter. Die geringfügige Ertragsreduktion (minus 2 Prozent gegenüber 2025) soll trotzdem dazu beitragen, die üppigen Lagerbestände abzubauen.