Champagner aus der Traubenernte 2026 darf ausnahmsweise mehr als 13 Volumenprozent Alkohol enthalten. Die französische Regierung hat eine Ausnahmeregelung des Nationalen Instituts für Herkunft und Qualität (INAO) bestätigt. 

Das berichten französische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP. Die Regierung begründet die Ausnahme mit den „Wetterbedingungen im Sommer 2026, die durch Hitzewellen und eine außergewöhnliche Dürre gekennzeichnet waren“. Diese hätten „zu besonders hohen potenziellen Alkoholgehalten“ geführt. Eine Obergrenze für den Alkoholgehalt ist nicht definiert. Damit ist erstmals die Produktion von Champagner sogar mit 15 Volumenprozent Alkohol möglich.

Erstmals Champagner mit 15 Volumenprozent Alkohol?

Das Pflichtenheft der Champagne sieht üblicherweise einen Alkoholgehalt von maximal 13 Volumenprozent vor. Das INAO hatte Anfang September 2026 eine befristete Ausnahmeregelung für höhere Alkoholwerte in sämtlichen französischen Appellationen mit dieser Grenze genehmigt. 

Die diesjährige Weinlese in der Champagne war die früheste in der Geschichte. Die ersten Trauben wurden bereits am 6. August 2026 gelesen – zwei Wochen früher als 2025 und elf Tage früher als im vorherigen Rekordjahr 2020. Wegen der sommerlichen Hitzewellen mit mehr als 40 Grad reiften die Trauben besonders schnell. Der Branchenverband der Champagne schätzt, dass höhere Alkoholwerte künftig zur Norm werden könnten, wenn der Klimawandel mit extremen Temperaturen weiter voranschreitet.

Quellen: INAO; wein.plus.de