In der Welt der Roséweine geht es Schlag auf Schlag: noch ein wichtiges deutsches Rosétasting ging vor wenigen Tagen ins Finale; jenes unseres Kollegenmagazins „Vinum“, die World of Rosé 2022. Mit beachtlichen Erfolgen für Österreichs Spitzen-Roséwinzer.

Überraschungen und Erwartungen gleichermaßen im deutschen Wettbewerb „World of Rosé“, neben bekannten Namen standen auch echte Newcomer auf dem Treppchen. Erstmals auch aus Österreich und der Schweiz. Von der Jury wurde „Dinter der Rosé“ vom Weingut Braunewell zum Rosé des Jahres gekürt.

Riesenerfolg für den oststeirischen Herrenhof Lamprecht aus Markt Hartmannsdorf: das Weingut stellte überhaupt den besten Bio-Roséwein der gesamten Verkostung, den 2020 funky Pinot Noir Rosé. Mit dem Wein wurde ganz nebenbei auch gleich die Kategorie Rosé dry ab 12 Euro und die Sortenkategorie Spätburgunder gewonnen. Hier landete zudem 2021 Der Elefant im Porzellanladen vom Weingut Strehn aus Deutschkreutz im Mittelburgenland auf Rang 3. Der Elefant ist eine Bank im Spitzenfeld jeder Verkostung.

Die Einsteigerkategorie Rosé dry bis 12 Euro holte sich Zantho vom Neusiedlersee mit dem 2021 Zantho Pink, zugleich auch Best Buy-Sieger des gesamten Wettbewerbs. In der Kategorie Rosé modern dry sicherte sich das Seegut Lentsch (Neusiedlersee) Silber mit dem 2021 Rosé Cuvée. Neuerlich erfolgreich mit seinem Schilcher Brut Sekt in der Kategorie Rosé Sparkling war das weststeirische Weingut Langmann Lex mit dem hervorragenden 3. Rang. Ganz trendig zeigte sich der Langenloiser Spitzenwinzer Fred Loimer mit seinem „gluegglich Rosé“ – er holte den Sieg in der Kategorie Rosé low alcohol, Herkunft des Weines ist die Thermenregion. In der Sortenwertung für Zweigelt stellte das Weingut Sax aus dem Kamptal den Sieger.

Am Ende standen Weine aus Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz ganz oben am Podest, ein Beweis für die internationale Wertigkeit der angestellten Weine. Die hochkarätig besetzte, achtzehnköpfige Experten-Jury verkostete drei Tage wie in Klausur. Die knapp 900 angestellten Flaschen wurde komplett anonymisiert verkostet, es gab mehrere Verkostungsrunden.

Pia Strehn © Manfred Langer
Markus & Franz Lentsch © Seegut Lentsch
Daniela und Stefan Langmann © Weingut Langmann
Fred Loimer © Weingut Loimer