In 15 Kategorien wurden in diesem Jahr die Wiener Weinpreise vergeben. Edlmoser und Mayer am Pfarrplatz holte jeweils zwei Landessiege, das Schwesterweingut Rotes Haus noch einen dazu. Mit dem neu übernommenen Weingut Muth siegten Gerhard und Josef Lobner gleich auf Anhieb.

Voller Erfolg also für den führenden Wiener Weininvestor Hans Schmid (Mayer, Rotes Haus). Die Spitzenqualität der Weine von Michael Edlmoser aus Mauer ist weithin bekannt, er holte diesmal die beiden wichtigen Kategorien Wiener Gemischter Satz DAC und Pinot Noir.

Gerhard und Josef Lobner wiederum haben ab dem Jahrgang 2025 das Wiener Traditionsweingut Muth gepachtet (ohne dem Heurigen, der aber weiterhin bestehen bleibt) und holten mit dem klassischen Grünen Veltliner ihren ersten Landessieg.

Bemerkenswert auch das Weingut Schwarzböck aus Hagenbrunn im Weinviertel (Niederösterreich), das mit einem klassischen Wiener Gemischten Satz vom Bisamberg ebenfalls erstmals einen Wiener Landessieger stellt.

„Der Weinbau hat eine lange Tradition in unserer Stadt. Bis heute ist Wien die einzige Weltstadt mit nennenswerten Weinbau innerhalb seiner Stadtgrenzen. Was unsere Stadt ausmacht, kommt gerade in diesem Bereich gut zur Geltung: Das Miteinander, die einzigartigen Wiener Heurigen, unser Lebensgefühl aber auch der Stolz, so ausgezeichneten eigenen Wein zu haben“, streute Bürgermeister Michael Ludwig „seinen“ Winzern Rosen.

Der Wiener Weinpreis fand 2026 im Rahmen einer großen Publikumsverkostung im Arkadenhof des Wiener Rathauses statt – eine würdige Kulisse für die besten Weine Wiens. 

„Dabei zeigte sich der Wiener Wein nach einem gründlichen Marken-Relaunch erstmals in einem komplett neuen Outfit“, freute sich Norbert Walter, Winzer, Wiener Weinbaupräsident und Präsident der Landwirtschaftskammer Wien.

Hohe Wertschöpfung durch Wiener Wein

„Wien erbringt als das kleinste der vier Weinbundesländer eine überdurchschnittlich hohe Wertschöpfung, diese belief sich im Jahr 2023 auf rund 880 Millionen Euro, womit die Weinwirtschaft in der Bundeshauptstadt rund 12.000 Arbeitsplätze sichert, was einem Prozent der gesamten in Wien Beschäftigten entspricht. Insgesamt spülte die Weinwirtschaft im Untersuchungszeitraum 55 Millionen Euro in die Kassen der Stadt Wien – fast ein Viertel aller Steuern und Abgaben auf regionaler Ebene“, unterstreicht Gerhard Lobner vom Gremium für Lebensmittel- und Agrarhandel der Wirtschaftskammer Wien.

Weinbau in Wien als Garant gegen den Bodenverbrauch

Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, betont einen weiteren wesentlichen Aspekt des Wiener Weinbaus. „Gerade in einer Großstadt wie Wien sind bewirtschaftete Grünflächen besonders wertvoll. Sie prägen nicht nur das Stadtbild, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Luftqualität und zum Klima in der Stadt. Nicht zuletzt ist die Erhaltung und Bewirtschaftung der Wiener Weinberge der beste Garant gegen den Bodenverbrauch, zumal in einer Stadt ein besonders großer Bebauungsdruck herrscht“.

 

Grüner Veltliner 2025, Weingut Muth

Grüner Veltliner 2025 Cuvée Konstantin, Weingut-Buschenschank Wolff

Riesling 2025 „13 Zeilen“, Weingut Marina Mostbeck

Riesling 2024 Ried Rosengartel, Nußberg, 1. ÖTW, Mayer am Pfarrplatz

Weißburgunder Ried Seidenhaus 2022, Weingut Wien Cobenzl

Chardonnay 2023 Ried Obere Schoß, Weingut Rotes Haus

Wiener Gemischter Satz DAC 2025, Weingut Beranek

Wiener Gemischter Satz DAC 2025 Bisamberg, Weingut Schwarzböck

Wiener Gemischter Satz DAC 2024 Ried Himmel, Weingut Edlmoser

Gelber Muskateller 2025, Weingut Deutsch

Pinot Noir 2022 Kalkstein, Weingut Edlmoser

Cabernet Sauvignon 2022, Buschenschenkerei Michael Ruthner

Cuvée Mephisto 2023, Weingut Christ

Frizzante Rosé „Albino secco“, Winzerhof Leopold

Sekt Brut, Mayer am Pfarrplatz

Hat große Verdienste um den Wiener Wein: Altbürgermeister Michael Häupl (links) am Koststand von Josef Lobner. © Harald Klemm
Stolz auf die Wiener Winzer (v.l.): LK-Direktor Robert Fitzthum, Weinprinzessin Anna Langes, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Weinkönigin Katharina Beranek, Präsident Norbert Walter, Josef Glatt (Direktor Österreichischer Weinbauverband). © Harald Klemm
Josef und Gerhard Lobner, Weingut Muth, Kategorie Grüner Veltliner klassisch © Wiener Wein
Gerd Wolff, Kategorie Grüner Veltliner kräftig © Wiener Wein
Marina Mostbeck, Kategorie Riesling klassisch © Wiener Wein
Thomas Podsednik, Weingut Mayer am Pfarrplatz, Kategorie Riesling kräftig & Kategorie Sekt & Weingut Rotes Haus, Kategorie Chardonnay © Wiener Wein
Josef Zöch und Josef Wimmer-Schmidt, Weingut Cobenzl, Kategorie Weissburgunder © Wiener Wein
Mathias Beranek, Kategorie Wiener Gemischter Satz DAC © Wiener Wein
Rudolf Schwarzböck, Kategorie Wiener Gemischter Satz DAC Ortswein © Wiener Wein
Michael Edlmoser, Kategorie Wiener Gemischter Satz DAC & Kategorie Pinot Noir © Wiener Wein
Josef Deutsch, Kategorie Muskateller © Wiener Wein
Michael Ruthner, Kategorie Internationalle Rotwein-Sorten © Wiener Wein
Rainer Christ, Kategorie Rote Cuvées © Wiener Wein
Markus Klager, Weingut Leopold, Kategorie Frizzante © Wiener Wein