Der renommierte Elsässer Winzer Pierre Trimbach bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er wurde 70 Jahre alt. Mit seinem Tod verliert die Weinwelt eine prägende Persönlichkeit des elsässischen Qualitätsweinbaus.

Als Vertreter der zwölften Generation des Weinguts Trimbach in Ribeauvill war er über Jahrzehnte als technischer Leiter und Kellermeister für die Stilistik und Qualität der Weine verantwortlich. Unter seiner Führung entstanden international hochgeschätzte Rieslinge wie Clos Sainte Hune und Cuvée Frederic-mile. Trimbach stand für eine puristische, präzise und langlebige Weinphilosophie. Sein zentrales Qualitätsprinzip war die Balance seiner Weine. Die Aufgabe des Winzers sah er darin, das Potenzial der Trauben klar und unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. Auch mit Blick auf den Klimawandel betonte er die Zukunft von Riesling und Pinot Noir im Elsass.

Nach seiner Ausbildung in Beaune sowie Stationen bei Famille Hugel und Robert Mondavi übernahm er 1979 die Verantwortung im Familienbetrieb. Der Jahrgang 2025 war sein 46. als verantwortlicher Önologe. Darüber hinaus engagierte er sich stark für die Region, unter anderem als langjähriger Präsident der Grands Maisons d’Alsace sowie als Mitglied bedeutender nationaler und internationaler Weinorganisationen.

Pierre Trimbach hinterlässt seine Töchter Anne und Frederique, die beide im Weingut tätig sind.

Quellen: La Revue du Vin de France; wein.plus.de