Satte 120 Millionen Liter Wein werden in Frankreich als Hilfe für die Weinbauern industriell destilliert und wandern wohl Großteils in den Biosprit. 40 Millionen Euro lässt sich das der französische Staat kosten.

Damit liegt der Literpreis des mit den staatlichen Hilfen aufzukaufenden Lagerweins bei knapp unter 35 Cent und damit auch unterhalb der Produktionskosten. Mit einem anderen Hilfsprogramm wurden bereits 38.000 Hektar Weinbestände gerodet und anderen landwirtschaftlichen Nutzungen zugeführt oder vorübergehend – ebenfalls gefördert– als Brache liegen gelassen. 

Kaum ein anderes EU-Land reizt die Möglichkeiten der Vielfach-Förderungen seiner Landwirtschaft derart aus wie Frankreich. Ein Gutteil der nun gerodeten oder noch zu rodenden Weinbergsflächen wurde dereinst mit fetten Förderungen ausgepflanzt. Insgesamt auch ein gutes Beispiel, wie wenig treffsicher und nachhaltig die nationalen und die EU-Förderungen sind.

Im 1. Quartal 2026 bereits 83 Weingüter pleite

In Frankreich sind bereits 83 Weingüter im Jahr 2026 bankrott gegangen. Das zeigen die statistischen Zahlen für das 1. Quartal 2026. Das Departamento Gironde ist von den Insolvenzen, Konkursen und Betriebs-Schließungen am stärksten betroffen. 

Unterdessen plant auch Sizilien eine Krisendestillation von Weinen. Dort wird noch über einen Literpreis von 70 Cent verhandelt.