Der private italienische Weingutsriese Frescobaldi kauft wieder am Ätna (Sizilien) zu: nach seiner Beteiligung an Tenuta delle Terre Nere kauft Frescobaldi sieben Hektar in Contrada Santo Spirito (Randazzo) von der Familie Moretti Cuseri. Diese grenzen direkt an Flächen der Tenuta delle Terre Nere.

Die Terroirs am Ätna auf Sizilien locken immer wieder prominente italienische Winzer. © Consorzio dell'Etna

Die Weinberger der Herkunft Ätna sind nicht nur eines der faszinierendsten Gebiete des italienischen Weins, sondern für viele bekannte italienische Weingüter zu einer neuen Anlaufstelle geworden. Nicht nur Frescobaldi setzt weiter auf die Terroirs des Vulkans. 

„Als unser Weinberg-Nachbar kam und sagte, er wolle sich auf einen anderen Bereich konzentrieren, haben wir die Gelegenheit ergriffen und die sieben Hektar erstklassiger Lagen zugekauft", erklärt Lamberto Frescobaldi, Leiter des Weinguts Marchesi Frescobaldi. Mit dem Kauf erweitert Frescobaldi die Rebfläche am Ätna auf insgesamt rund 47 Hektar; Schwerpunkt bleibt Terre Nere. Die Jahresproduktion soll etwa 220.000 Flaschen betragen, abhängig von Erntebedingungen und Qualität.

Die neuen Flächen werden in Tenuta delle Terre Nere eingegliedert, ein zusätzlichen Lagenwein soll abgefüllt werden. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Die Preise für Etna-DOC-Lagen liegen derzeit bei bis zu 90.000 Euro pro Hektar, für absolute Spitzenlagen durchaus etwas höher.

"Wir brauchten Ressourcen, um in unsere historischen Anwesen in der Toskana zu investieren, deshalb haben wir uns entschieden zu verkaufen", erklärt Alberto Moretti Cuseri, dessen Hauptaktivitäten in der Toskana liegen. Fresobaldi wiederrum sieht am Ätna neues Entwicklungspotenzial. Parallel zur Expansion in Sizilien baut Frescobaldi auch seine Präsenz in anderen Regionen aus, unter anderem in Montepulciano.