Rund 500 Mitarbeiter der Champagnerabteilung des Luxusriesen LVMH (Louis Vuitton Moet Hennessy) demonstrierten beim Stammhaus Veuve Clicquot in Reims (Frankreich), um gegen die Abschaffung ihrer Jahresboni zu protestieren. Unterdessen befindet sich das Champagnergeschäft des Luxusriesen im Sturzflug.

Der Protest wurde unterstützt von der streitbaren Gewerkschaft CGT, die die von der Geschäftsleitung angebotenen Abschlagszahlungen von 2700 Euro pro Mitarbeiter als unzureichend ablehnte. „Geld für die Aktionäre ist okay, aber vor allem kommen die Gehälter und Boni der Mitarbeiter", polterte Alexandre Rigaud, CGT-Gewerkschaftsvertreter bei MHCS (Moët-Hennessy Champagne Services).

Starker Rückgang der Verkäufe der Moët-Hennessy-Marken

Die Wein- und Spirituosen-Tochtergesellschaft von LVMH, zu der auch die Champagnermarken (Moët et Chandon, Veuve Clicquot, Krug, Ruinart, Dom Pérignon u.a.), weltbekannte Weingüter (Château Cheval Blanc, Château d'Yquem, Château d'Esclans u.a.) sowie Hennessy-Cognacs und Glenmorangie-Whisky gehören, verzeichnete 2024 einen starken Umsatzrückgang von 11 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 sanken die Umsätze der Division um weitere 7 Prozent, hauptsächlich aufgrund der steigenden Zollgebühren in den USA. Das 4. Quartal sollte etwas Erholung gebracht haben, vor allem durch einen Boom bei den Roséweinen.

Louis Vuitton Moet Hennessy ist der weltgrößte Luxusgüterkonzern und gehört mehrheitliche dem französischen Multimillardär Bernard Arnault.