Südtirols Rebfläche ist zwischen 2018 und 2025 um 408 Hektar auf 5.863 Hektar gewachsen. Auffälliger ist aber die Verschiebung innerhalb der Sortenstruktur: Der Anteil weißer Rebsorten liegt inzwischen bei zwei Dritteln der Anbaufläche. 

Die Gesamtrebfläche in Südtirol ist damit etwas größer als jene der Steiermark (rund 5.100 Hektar). Am stärksten zugelegt haben im Flächenvergleich die Sorten Chardonnay (+ 25 %) und Sauvignon blanc (+ 23 %), während der traditionsreiche rote Vernatsch weiter an Boden verliert (– 40 %). Bei den Rotweinen wird in Südtirol immer häufiger Pinot Noir ausgepflanzt.

Südtirol trägt damit dem Trend hin zu (leichteren) Weißweinen Rechnung. Zahlreiche andere Weinbauregionen in Italien versuchen, in dieselbe Richtung vorzustoßen. Etwa das Piemont mit der weißen Rebsorte Timorasso. Ein ähnlicher Trend ist in Spanien zu beobachten, Vinaria berichtete. Das iberische Land entwickelt sich zur Weißwein-Großmacht. Derzeit machen Weißweine bereits 57 Prozent der gewaltigen spanischen Weinproduktion aus, Tendenz steigend.