Nach Angaben des italienischen Landwirtschaftsministeriums handelt es sich um die erste ausschließlich auf die Weinbranche ausgerichtete Unterstützung dieser Art in Italien.

Der sogenannte „1st Uva Fund“ wird vom Consorzio Difesa Produttori Agricoli (Codipra) verwaltet und soll Erzeugern einen finanziellen Ausgleich gewährleisten, wenn das Einkommen eines Weinbauern im Vergleich zum betrieblichen Durchschnitt der Region um mehr als 20 Prozent sinkt. In solchen Fällen können bis zu 70 Prozent der Verluste ausgeglichen werden.

Mittel kommen aus dem Etat der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU

Finanziert wird der Fonds durch einen Etat der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP): Für jeweils drei Euro Zuschuss können bis zu sieben Euro aus EU-Föderprogrammen hinzukommen. Ziel des Fonds ist es, Einkommensverluste infolge von Absatzkrisen, Preisschwankungen oder ungünstigen wirtschaftlichen Bedingungen abzufedern.

Laut Codipra reagiert der Fonds auf zunehmende wirtschaftliche Unsicherheiten im Weinbau, darunter steigende Produktionskosten, volatile Preise und schwankende internationale Nachfrage. Der Präsident des Konsortiums, Giovanni Menapace, bezeichnete das Instrument als wichtigen Baustein für die Stabilität der Weingüter in der Region.

Modellfall auch für andere Weinbauregionen in Europa

Der Schritt gilt als möglicher Modellfall für andere Weinbauregionen in Europa, die nach Strategien zur Absicherung gegen wirtschaftliche Schocks in der Branche suchen.

Quellen: Codipra, wein.plus.de