Wie Vinaria bereits Ende Jänner 2026 berichtete, stand das Schicksal der mittelburgenländischen Gebietsvinothek Vinatrium in Deutschkreutz an der Kippe. Nun ist das Vinatrium insolvent. Über 300.000 Euro Schulden und leere Regale wurden der Vinothek zum Verhängnis.

Leere Regale in der Gebietsvinothek Vinatrium in Deutschkreutz im Mittelburgenland. Nun ist die Insolvenz fix. © Privat

Über den Betreiber, den Verein zur Förderung des Mittelburgenländischen Weines, wurde am Landesgericht Eisenstadt ein Konkursverfahren eröffnet. Die Vinothek kann ihre laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen. Damit ist eingetreten, was sich in den vergangenen Monaten immer deutlicher abgezeichnet hat. Eine Fortführung ist offenbar nicht geplant.

Während Ex-Bürgermeister Manfred Kölly noch über einen Rettungsversuch nachdachte, zog der Pleitegeier immer engere Kreise über dem Vinatrium. Drei Jahrzehnte lang war die Gebietsvinothek Vinatrium in Deutschkreutz ein willkommener Dreh- und Angelpunkt nicht nur für den vinophilen Genuss, sondern auch für Kultur- und Unterhaltungsevents. 

Die Winzer hatten bereits zu Jahresbeginn ihre auf Kommission gelieferten Weine abgeholt, um für sich den Schaden in Grenzen zu halten. 45 Winzer waren einst in die Gebietsvinothek eingebunden. Die Regale der Vinothek waren schon lange leer. Der Vinatrium-Betrieb war nicht mehr zu finanzieren, verlautete schon im Jänner aus der Grenzgemeinde.

Als Kultur- und Eventlocation und für private Feste bleibt das Haus erhalten, von der Insolvenz ist „nur“ die Vinothek betroffen.