Stefan Klettner (30) ist der „Beste Sommelier Österreichs 2026“ und fiebert diese Woche in Lissabon (Portugal). Dort steigt gerade die Sommelier-Weltmeisterschaft 2026 und der wettbewerbserfahrene Klettner ist Österreichs einziger Vertreter.

Annemarie Foidl, Präsidentin der Sommelier Union Austria (SUA), steht Österreichs Kandidaten Stefan Klettner in Lissabon zur Seite. © Sommelierunion Austria

Der „ASI Contest Best Sommelier of the World 2026“ findet vom 11. bis 17. Oktober 2026 in Lissabon, Portugal statt. Die ASI (Association de la Sommellerie Internationale) ist der internationale Sommelierverband, dem auch die Sommelier Union Austria (SUA) angehört. Dementsprechend ist auch SUA-Präsidentin Annemarie Foidl in Lissabon vor Ort, um Stefan Klettner so gut es geht zu coachen.

Live-Bericht vom ersten Tag aus Lissabon aus erster Hand

Zu Redaktionsschluss dieses Newsletters erreichte Vinaria die erste Nachricht von Annemarie Foidl und Stefan Klettner live aus Lissabon: Der erste Tag (Montag) war einem ersten Tasting und einem schriftlichen Fragebogen gewidmet. 6 Weine in 12 Minuten identifizieren, danach 77 Fragen in 90 Minuten schriftlich beantworten. Die Themen waren breit gestreut: Weinbereitung, Weingesetz, Geographie, Timelines - wann ist was in der Weinwelt passiert? Dazu Fotos definieren, weiters Zuordnungsfragen aus den Bereichen Weinkultur und -Historie; die ganze Welt wurde abgefragt - aus jedem Mitgliedsland der ASI kam eine Frage.

Stefan Klettner zu seiner Vorbereitung auf den Wettbewerb: „Diese bestand aus den klassischen drei Teilen: Verkostung, Theorie und praktisches Service. Den Serviceteil konnte ich im Hotel (Burg Vital Resort, Lech) gut trainieren. Dazu habe ich viel Theorie gelernt, weil es mich immer interessiert und weil es mir die Gelegenheit gibt, den Blick auf das große Ganze zu richten. Mit der Unterstützung der SUA und auch von Kollegen Andreas Jechsmayr konnte ich in der Theorie viel ergänzen.“  Bei Training der Verkostungen war es Klettner wichtig, die verschiedenen Szenarien des Wettbewerbs durchzuspielen: „Ob beispielsweise eine Weindefinition abgefragt wird als reine Beschreibung oder als Erklärung für Gaste oder wiederum für Mitarbeiter macht einen riesengroßen Unterschied.“

Wein-Österreich drückt Stefan Klettner die Daumen für Lissabon!

Stefan Klettner (30) ist der „Beste Sommelier Österreichs 2026“, holte sich den Titel im vergangenen April. Er bereitete sich auf seine Teilnahme in Portugal intensiv vor. Durch eigene Trainings – Klettner gilt als sehr wettbewerbserfahren, auch international – sowie ein umfangreiches Intensiv-Training, zuletzt in der Wiener Tourismusschule Modul mit den Schülern als Publikum.

Klettner hatte kürzlich die Sommersaison beendet, wo er als Head-Sommelier im Benchmarkhaus Burg Vital Resort der Familie von Thomas Lucian in Oberlech am Arlberg eine exzellente Weinkarte mit 40.000 Positionen verantwortet. Der gebürtige Salzburger aus St. Veit im Pongau kann auf eine Karriere verweisen, die in sehr jungen Jahren bereits atemberaubend verlief. Mit Stationen an großen Adressen von Weltgeltung, wobei ihn der Alchemist in Kopenhagen wohl am nachhaltigsten geprägt hat. 

 

Die wichtigsten Fakten zur Sommelier-WM
Der Wettbewerb der Association de la Sommellerie Internationale (ASI) wird alle drei Jahre ausgetragen.
Austragungsort ist Lissabon mit Locations im Sheraton Lisboa und dem große Finale im historischen Coliseu dos Recreios am 16. Oktober 2026.
66 Kandidaten aus aller Welt treten an, darunter erstmals auch Vertreter aus Ländern wie Indien, Kenia, Libanon und Moldau. Österreich ist durch Stefan Klettner vertreten. Das Programm:
12.–13. Oktober: Viertelfinals, Masterclasses und Verkostungen
14. Oktober: Halbfinalisten-Bekanntgabe 
15. Oktober: Halbfinale.
16. Oktober: Großes Finale im Coliseu dos Recreios und anschließendes Gala-Dinner