Dominik Hartmann vom „Magdalena“ in Rickenbach im Kanton Schwyz ist Koch des Jahres 2027 in der Schweiz, eben gekürt vom Restaurantführer GaultMillau Schweiz. Das besondere an dem 2-Sterne- und 4-Hauben-Chef: er kocht seit vier Jahren rein vegetarisch.

Fehlenden Mut kann man den drei Freunden Dominik Hartmann, Marco Appert und Adriana Hartmann nicht vorwerfen. Sie kehrten nach Lehr- und Wanderjahren zurück in den Schwyzer Talkessel, machten ihr eigenes Ding: das „Magdalena“, Restaurant und Bäckerei unter einem Dach. Sie ließen sich auch von Corona nicht bremsen. 2021 waren sie GaultMillaus „Entdeckung des Jahres“, 2022 verschrieben sie sich vollständig der vegetarischen Küche. Mit Erfolg: Ihr Fanclub wird jedes Jahr größer, die Auszeichnungen lassen sich sehen: 18 Punkte im GaultMillau, zwei Sterne im Guide Michelin. Und jetzt die Krönung: „Koch des Jahres 2027“!

Lustvolle Küche, voller Überraschungen

Erstmals ehrt der Gastroführer einen konsequent fleischlos agierenden Chef mit diesem Titel. GaultMillau-Chef Urs Heller: „Dominik Hartmann steht für Vegi 2.0. Seine Küche ist gemüsebasiert, aber zugleich lustvoll und voller Überraschungen. Die junge Magdalena-Brigade lässt die Pinzetten tanzen, schwingt die Umami-Keule, macht die Gäste glücklich. Dass man auch fern einer großen Stadt, draußen auf dem Land, mit einer konsequenten Veggi-Küche so Erfolg haben kann, ist nicht selbstverständlich.“

Hat die Spitzengastronomie den Trend zur vegetarischen Küche beflügelt – oder hat diese umgekehrt die Topköche inspiriert? Schliesslich erfordert es mehr Kreativität, Gemüse raffiniert zuzubereiten, als ein Filetstück in die Pfanne zu hauen.

7 x 19 Punkte: Die Stars an der Schweizer Spitze

Sieben Chefs sind im GaultMillau 2027 mit der Höchstnote 19 gelistet - ein achter ist im Moment nicht in Sicht, so die Verantwortlichen von Gault&Millau Schweiz: Tanja Grandits (Basel), Peter Knogl (Basel), Franck Giovannini (Crissier; Waadt), Andreas Caminada (Fürstenau; Graubünden), Philippe Chevrier (Satigny; Genf), Heiko Nieder (Zürich) und Marco Campanella (Ascona; Arosa).