Eine Analyse der International Alliance for Responsible Drinking (IARD) zeigt Fortschritte bei der Verringerung gesundheitlicher Schäden durch übermäßigen Alkoholkonsum. Die Studie steht in krassem Gegensatz zu jenen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Demnach ist die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle weltweit seit 2010 um 26 Prozent zurückgegangen. Grundlage der Auswertung sind aktuelle Daten der Global Burden of Disease (GBD)-Studie, einer der weltweit wichtigsten Quellen für unabhängige Gesundheitsdaten. Laut IARD sank die Zahl der Lebensjahre, die durch alkoholbedingten Erkrankungen beeinträchtigt sind, um 23 Prozent. Zudem verringerte sich die gesundheitliche Belastung durch hohen Alkoholkonsum um zehn Prozent.

Die IARD ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verringerung schädlichen Alkoholkonsums einsetzt und wird von internationalen Produzenten von Bier, Wein und Spirituosen unterstützt. Sie weist darauf hin, dass die GBD-Studie und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehr unterschiedliche Methoden und Modelle zur Zuordnung alkoholbedingter Gesundheitsschäden verwenden. Die Ergebnisse seien daher nicht direkt miteinander vergleichbar. Die aktuelle Analyse biete vielmehr eine ergänzende Perspektive auf die langfristigen Entwicklungen alkoholbedingter Gesundheitsschäden.

Im Jahr 2010 verabschiedeten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UNO) die Globale Strategie der WHO zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums. Darin vereinbarten sie, bis 2030 den schädlichen Alkoholkonsum um 20 Prozent zu senken. Nach Einschätzung der IARD ist der weltweite Rückgang alkoholbedingter Gesundheitsschäden nicht auf eine einzelne Maßnahme zurückzuführen. Vielmehr sei er das Ergebnis mehrerer Entwicklungen, darunter veränderte Trinkgewohnheiten, Fortschritte in der medizinischen Versorgung, Maßnahmen der Gesundheitsförderung sowie die allgemeine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.

Quellen: IARD; wen.plus.de