Wie kann man Wein auf eine moderne Weise attraktiv machen und gleichzeitig Tradition und Terroir hochhalten? In der französischen Schweiz wurde ein Projekt ins Leben gerufen, um sich dieser Herausforderung anzunehmen. Geeigent als Muster für ähnliche Produkte.

Die Gegend um Neuchâtel am Neuenburgersee ist bekannt für ihren völlig eigenständigen Rosé aus Pinot Noir, den Œil-de-Perdrix, zu Deutsch Auge des Rebhuhns. Bei den weißen Rebsorten dominiert Chasselas. 

Weinbau hat an den Gestaden des Lac de Neuchâtel eine lange Tradition. Anmutige Weinberge ziehen sich vom Uferbereich die zum Teil recht steilen Hänge hinauf. Wermut ist in der Region seit dem 19. Jahrhundert tief verwurzelt. 

Der weltweite Trend zu weniger Weinkonsum ist auch an dieser Gegend nicht spurlos vorbeigegangen. So gesehen liegt es auf der Hand, die Leitsorten und den Wermut in einem Getränk zu vereinen, das den Geschmack der Zeit spiegeln soll. 

Engagiertes Projekt zu 125 Jahre GastroNeuchâtel

Anlässlich des Jubiläums „125 Jahre GastroNeuchâtel“ wurde ein Projekt ins Leben gerufen, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Getragen wird es von Karen Allemann-Yerly, Laurence Veya und Loïs Auberson. Die beiden Damen sind gestandene Persönlichkeiten mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Hotellerie, Loïs Auberson zeichnet für die Kreation des Wermuts „Le Perdrix“ verantwortlich. 

Ungeachtet seines jugendlichen Alters von 21 Jahren ist er bereits eine bekannte Größe in der Westschweiz, er ist unter anderem Gründer von JULO Swiss Gin. „Ich möchte die regionalen Weine und ihre Verwendungsmöglichkeiten neu interpretieren“, so der umtriebige Mann.

Le Perdrix: Assemblage mit Kräutern aus der Region

Der Basiswein für den Wermut „Le Perdrix“ ist eine Assemblage aus 60 Prozent Œil-de-Perdrix und 40 Prozent Chasselas, ausschließlich aus Rieden nahe Neuchâtel. Auch die Kräuter für den Wermut sollen die Gegend widerspiegeln. Deshalb kamen Absinth, Schafgarbe, Ysop und Enzian zum Einsatz. Gemeint ist hier das bitter schmeckende Kraut Absinth, nicht der legendäre und sperrige Aperitif gleichen Namens. Absinth gehört zur Gattung Artemisia, oft verallgemeinernd schlicht als Wermut bezeichnet. Seine wissenschaftliche Bezeichnung lautet Artemisia absinthium.

Um dem Ganzen eine fruchtige, zeitgemäß freundliche und beschwingte Note zu geben, wurde die Rezeptur mit einem Hauch Himbeere ergänzt. „Frisch, floral, leicht bitter und ausgewogen soll unser Wermut sein, geeignet sowohl für den puren Genuss als auch für zeitgemäße Mixgetränke“, so die Initiatoren des Projektes. „Dieser Wermut soll eine neue Aperitifkultur einläuten, die auf Terroir und Tradition beruht.“ Der Alkoholgehalt liegt bei 17 Volumenprozent.

KOSTNOTIZ: Melange aus floralen Aromen und rotfruchtigen Akzenten, der Chasselas steuert Frische bei; präsentiert sich auch dem Gaumen so, noble und unaufdringliche Bitterkeit, zugänglich, lang, vielschichtig im Finish.

Herkunft und Tradition stehen hoch im Kurs

Wermut feiert eine Renaissance, nicht nur in der Schweiz. Herkunft und Tradition stehen hoch im Kurs. Mixgetränke versprechen Trinkvergnügen mit wenig Alkohol. So gesehen ist „Le Perdrix“ am Puls der Zeit. Er steht für la joie de vivre, die pure Lebensfreude.

 

 

Le Perdrix Tonic
- 2/3 Le Perdrix
- 1/3 Premium-Tonic
- frische Himbeeren
- Rosmarinzweig
- Eiswürfel

 

Le Perdrix Spritz
- 2/3 Le Perdrix
- 1/3 Schaumwein oder Mineralwasser mit Kohlensäure
- frische Himbeeren
- Thymian oder Pfefferminze
- Eiswürfel

 

Der Neuenburger Shot
- 1/2 Le Perdrix
- 1/2 Gin-Likör Li’Cœur oder Lik’Heure
Gut gekühlt servieren.

Weinbau an den Unfern des Neuenburgersees in der französischen Schweiz. © Le Perdrix Sàrl
Schweizer Trendgetränk: Wermut „Le Perdrix“ © Le Perdrix Sàrl