Es war am 20. Februar 2025, als 2 junge Männer, aus Deutschland kommend, den in Gols bei der Weingartenarbeit tätigen Sebastian Nittnaus vom Weingut Anita und Hans Nittnaus überfielen. Nun fielen die Urteile.

Um seiner Aufforderung, die Wertsachen und die Autoschlüssel zu übergeben Nachdruck zu verleihen, hatte einer der beiden Täter auf einmal ein Waffe in der Hand, wobei er jedoch nicht direkt auf Sebastian zielte. 

Die beiden nahmen dem jungen Winzer das Handy, die Uhr und die Autoschlüssel ab und flüchteten mit dem erbeuteten Auto Richtung Ungarn. Bares konnten die Täter nicht erbeuten, weil Sebastian Nittnaus kein Geld zur Weingartenarbeit mitgenommen hatte.

Einige Tage darauf stellte die ungarische Polizei in einer laut Staatsanwaltschaft typischen Schleppergegend das gestohlene Auto und darin DNA-Spuren der Täter sicher. Die Familie Nittnaus konnte sich daraufhin den Wagen an der Grenze von Ungarn nach Serbien abholen.

Nun standen die beiden Männer aus Syrien in Eisenstadt vor Gericht. Der 21-jährige Ersttäter, der sich beim Prozess bei Sebastian Nittnaus entschuldigte, gestand die Tat ein, sein 24-jähriger Cousin leugnete. Der Ersttäter wurde zu zweieinhalb Jahren teilbedingter Haft verurteilt und konnte nun nach einer Haftdauer von neun Monaten das Gefängnis verlassen. 

Der Zweittäter wurde infolge von erdrückenden Indizienbeweisen ebenfalls verurteilt und fasste infolge einer gravierenden Vorstrafe vier Jahre Haft aus. Er leugnet weiterhin und möchte gegen das Urteil berufen. Der Vorwurf des schweren Raubes wurde fallen gelassen, weil es sich um keine echte Waffe gehandelt hatte.