Stefan Klettner (30) ist der „Beste Sommelier Österreichs 2026“, setzte sich kürzlich in Wien in einem spannenden Finale durch. Im Vinaria WordRap über Pläne, Privates, Next Steps, Karriere und seinen Traumjob am Arlberg.

„Riesenfreude über diesen Titel“, strahlt Stefan Klettner im Interview, „für mich der perfekte Abschluss einer großartigen Saison, in jeder Hinsicht!“ Der Spitzen-Somm spielt damit nicht nur auf seinen tollen Erfolg im Wettbewerb der Sommelier Union Austria (SUA) an. Schon zuletzt 2023 hatte er dort den zweiten Platz erobert. Die Unstimmigkeiten, die zwei Jahre später hochkochten, sind für ihn damit „Schnee von gestern und bereinigt.“

Hauptjob am Arlberg: Head-Sommelier im Burg Vital Resort

In seinem Haupt- und Brotjob war der gebürtige Salzburger aus St. Veit im Pongau in der eben zu Ende gegangenen Wintersaison „voll gefordert. Dank eines Spitzenhauses, eines herrlichen - schnee- und sonnenreichen - Winters, der Gäste und Emotionen durch die Saison getragen hatte“.

Klettner arbeitet als Head-Sommelier im Benchmarkhaus Burg Vital Resort der Familie von Thomas Lucian in Oberlech am Arlberg und verantwortet dort für sämtliche Bereiche eine exzellente Weinkarte mit rund 40.000 Positionen. Die Karte heimste bereits mehrfach Auszeichnungen der Star Wine List  und von WineEnthusiast ein.

„Den Kopf frei bekommen und gleich weiterbilden!“

Weiter gehts am Arlberg mit der Sommersaison in Juni und bis September. „Der Berg hat sich eigentlich bereits zur Ganzjahres-Destination entwickelt“, sagt Stefan Klettner. Die kurzen Pausen dazwischen nutzt er, „um den Kopf frei zu bekommen, auszuspannen, vielleicht etwas Volleyball zu spielen und natürlich für die Fortbildung.“

Nicht nur, „weil im Rahmen der VieVinum im Mai die Österreich-Qualifikation für die ASI Sommelier-Weltmeisterschaft im Oktober 2026 in Portugal am Programm steht“. Und nur ein Kandidat aus jedem Land ein Ticket dafür erhält, der amtierende Staatsmeister aber nicht gesetzt ist.

Atemberaubende Karriere durch Zufall gestartet

Klettners Karriere in sehr jungen Jahren ist bereits atemberaubend, mit Stationen an großen Adressen von Weltgeltung, wobei ihn „der Alchemist in Kopenhagen wohl am nachhaltigsten geprägt hat“. Gegen das Burg Vital würde er den Dänen aber nicht mehr tauschen. 

Die Tür in seinen Beruf aufgestoßen hat Stefan Klettner dereinst bei einem Tag der offenen Tür in der Tourismusschule Bischofshofen (Salzburg). „Da bin ich nach Hause und habe zu Mama und Papa gesagt: „DAS will ich machen!“ Zur unschlagbaren Begeisterung kam etwas Glück dazu, ein paar gute Kontakte und nicht enden wollender Ehrgeiz. 

Dass Stefan Klettner bei DIESER Karriere (noch) begehrter Single ist, versteht sich von selbst. Für fordernde Beziehungen und eigene Familie ist noch keine Zeit, hat er aber auch noch viel Zeit.