Schon jetzt gilt das „Vina“ in Graz mit einer Gault&Millau-Haube als bestes vietnamesisches Restaurant Österreichs – ab 28. Mai 2026 eröffnet das beliebte Szenelokal mit dem neuen „Vina Fine Dine“ nun einen eigenen Bereich mit 20 Sitzplätzen. 

„Wie ein Kurzurlaub in Vietnam“: Das Vina in Graz gilt als bestes vietnamesisches Restaurant Österreichs. © Sabine Omann

Erstmals in Österreich werden traditionelle Speisen der vietnamesischen Straßenküche als Fine-Dine-Gerichte neu interpretiert. Die Auswahl reicht von Wellhornschnecke in Saté-Chili-Sauce und Zitronengras (Ốc xào sa tế là) bis hin zum Bruchreis (Cơm tấm), ein Klassiker aus Saigon der mit Schweinerippchen und Ei serviert wird.

In der Küche steht mit Thi Ba Nguyen (85) zwar noch immer gelegentlich die älteste Haubenköchin der Welt, längst ist aber ihr Sohn Robert Nguyen für die Kulinarik verantwortlich. Auch er wurde vom Gault&Millau mit einer Haube ausgezeichnet. Schon seit 2024 wird auf Vorreservierung ein Gourmetmenü angeboten. Weil aber immer mehr Gäste in den Genuss der kreativen Küche von Robert Nguyen kommen wollten, widmet er dem Fine Dine jetzt eine eigene Bühne: jeweils Donnerstag bis Samstag hat das neue „Vina Fine Dine“ ab 18.00 Uhr geöffnet. 

„Wie ein Kurzurlaub in Vietnam“

Gäste können Gerichte á la Carte aus der Fine-Dine-Karte wählen oder sich für das Degustationsmenü in 6 Gängen entscheiden. Robert Nguyen: „Die vietnamesische Küche ist so bunt und vielfältig, hier können wir das komplette Spektrum an den Tisch bringen. Ein Besuch bei uns im ,VINA Fine Dine’ schmeckt wie ein Kurzurlaub in Vietnam.“

Eröffnet wird das Menü mit drei Happen: getrocknetem Fisch, Lotuswurzel sowie Tía tô, auch bekannt als vietnamesischer Shiso. Der Gruß aus der Küche ist das vietnamesische Nationalgericht Phở. Die sechs Gänge des Degustationsmenüs starten mit „Ốc hấp sả“, Venusmuscheln in einem Zitronengras-Ingwer-Süppchen. Weiter geht es mit einem Klassiker aus Nordvietnam: „Bánh cuốn“ – gedämpfte Reisrollen gefüllt mit Schweinefleisch. Traditionell wird dazu Wurst serviert, Robert Nguyen kombiniert dieses Gericht stattdessen mit Gänseleber. Die Wellhornschnecke spielt im nächsten Gang die Hauptrolle – sie ist ein typisches Streetfoodgericht in Vietnam. Im „Vina Fine Dine“ wird sie einmal ausgelöst und einmal als Ganzes mit Chili und Zitronengras präsentiert.

Nationalgerichte, Kindheitserinnerungen und neue Kreationen

Ein Gericht als Kindheitserinnerung ist „Cà tím xào“: eine gegrillte Aubergine, die Robert Nguyen auf einen Krabbenchip setzt und mit gehackten Korianderstängeln verfeinert. Aus Saigon stammt „Cơm tấm“, ein Bruchreis, der früher als Arme-Leute-Essen galt. Serviert wird der gebrochene Reis mit Schweinerippchen und Ei. Die kulinarische Reise endet in der nordvietnamesischen Hauptstadt Hanoi mit dem vietnamesischen Eierkaffee „Cà phê trứng“ als Dessert – starker vietnamesischer Kaffee mit einer cremig aufgeschlagenen Mischung aus Eigelb, Zucker und Kondensmilch. 

 

 

Das „Vina Fine Dine“ hat geöffnet von Donnerstag bis Samstag ab 18.00 Uhr. Das 6-Gang-Menü mit drei Happen und Gruß aus der Küche kostet 95 Euro. Reserviert werden kann online unter www.vina-restaurant.at sowie telefonisch unter +43 676 5772587.

Bánh cuon – Reisrollen und Gänseleber © Sabine Omann
Cà tím xào - gegrillte Aubergine © Sabine Omann
Phở – Hommage an Mama Thi Ba Nguyen © Sabine Omann