100 Weine von 80 Weingütern aus mehr als 20 Regionen – und nur eine Rebsorte: Blaufränkisch. Bei der VieVinum zeigt die Initiative United Nations of Blaufränkisch Vielfalt und Potenzial dieser Sorte, die in den vergangenen Jahren vom Underdog zum Liebling der Sommellerie aufgestiegen ist.

Dorli Muhr, Initiatorin von United Nations of Blaufränkisch: „In zahlreichen Diskussionen und Degustationen mit Experten wird immer wieder bestätigt, dass Blaufränkisch zu den großen Rebsorten der Welt zählt und qualitativ jedenfalls auf Augenhöhe mit Syrah, Cabernet Sauvignon oder Pinot Noir einzureihen ist.“ © Anna Stöcher

Viele Sprachen – viele Namen: Blaufränkisch zählt nach Meinung internationaler Experten zu den großen Rebsorten der Welt. Einer der Gründe, warum sie weniger bekannt ist als etwas Cabernet Sauvignon oder Syrah, sind die vielen verschiedenen Namen, mit der man die Sorte bezeichnet: Kékfrankos, Modra Frankinja, Frankovka, Franconia, Burgund Mare, Lemberger und eben Blaufränkisch.

3 Tage United Tasting of Blaufränkisch bei der VieVinum

Wie vielschichtig dieser neue Liebling der Weinwelt das Terroir transportieren kann, zeigt die Initiative „United Nations of Blaufränkisch“ im Rahmen der VieVinum, von 16. bis 18. Mai 2026 in der Hofburg Wien. Vertreter aus jedem Weinbaugebiet werden auch persönlich anwesend sein und über ihre Weine und Regionen Auskunft geben. 

Sieben Länder haben sich der Bewegung angeschlossen. Um mit den jeweils besten Weinen des Landes vertreten zu sein, wurden führende Sommeliers gebeten, bei der Auswahl der Weingüter behilflich zu sein.

Diese Experten stehen hinter der Auswahl der spannenden 100 Weine aus sieben Ländern beziehungsweise 20 Weinbaugebieten: Sebastian Höpfner (Deutschland), Julia Scavo (Rumänien), Simona Česen (Slowenien), Peter Lunter (Slowakei), Alexander Koblinger (Österreich), Zoltán Győrffy (Ungarn), Jan Směták und Klara Kollarova (beide Tschechien).

Gemeinsames zentraleuropäisches Erbe

Die zentraleuropäischen Weinbaugebiete eint nicht nur eine Sorte sondern auch das kontinentale Klima: geringer Niederschlag, kalte, trockene Winter, ein Regenpeak im späten Frühling, dann ein trockener Sommer mit heißen Tagen und spürbarer Abkühlung in der Nacht, gefolgt von einem zumeist langen und ebenfalls trockenen Herbst. 

Ideale Bedingungen für die spätreifende und trockenresistente Rebsorte Blaufränkisch, die unter ihren unterschiedlichen Namen in den zentraleuropäischen Weinbaugebieten eine führende Rolle eingenommen hat.  

Blaufränkisch ist faszinierend facettenreich

Gleichzeitig kann sie in exzellenter Weise auch den Boden reflektieren. Allein in Österreich ist die Bandbreite enorm: von den Schieferböden am Eisenberg, lehmigen und kreidigen Böden im Mittelburgenland, Kalk&Schiefer am Leithaberg, sandig-schottrig am Neusiedlersee und sandigem Kalk am Spitzerberg in Carnuntum. Diese Vielfalt ist faszinierend, und dabei liefert Österreich nur rund 15 Prozent der Weltfläche. 

Wie spannend muss dann erst der Vergleich der Weinbaugebiete in Ungarn sein, das dreimal mehr Kékfrankos produziert als Österreich! Gut 30 Weingüter aus verschiedenen ungarischen Weinbaugebieten treten den Beweis dafür an, wenn die Verkostungsbar „United Nations“ bei der VieVinum eröffnet wird. 

Außerdem sind Produzenten aus Tschechien, der Slowakei, aus Slowenien, Rumänien und Deutschland vertreten.

 

United Nations of Blaufränkisch im Rahmen der VieVinum
Samstag, 16. bis Montag, 18. Mai 2026
VieVinum, Hofburg Lounge in der Hofburg VIENNA
Englisch / Deutsch
Ein gültiges Ticket für die VieVinum ist für den Besuch erforderlich. 

 

Quelle: Mit Material von wine+partners (Peter Wagentristl)