Heißer Rauch von nahen Waldbränden ist deutlich gefährlicher für Trauben als kalter Rauch, auch wenn dieser in größerer Entfernung auf die Trauben einwirken kann. Ab einem Kilometer zeigen Analysen keine Auswirkungen auf die Weinqualität. 

In 100 Metern besteht ein großes Risiko von Kontaminationen, ab 500 Metern sinkt es rapide. Ab einem Kilometer zeigen Analysen keine Auswirkungen auf die Weinqualität. Kalter Rauch hat demnach wenige bis keine Folgen für die Qualität. Das berichtet das französische Fachmagazin Vitisphere unter Bezug auf Untersuchungen des Dubernet-Labors. Es hat 2025 tausende Trauben analysiert.

Dabei stellte sich heraus, dass die Trauben bereits im Stadium der Erbsengröße anfällig werden. Das Risiko steigt laut den Erkenntnissen des Labors in der Endphase der Reife stark an. Die meisten der bei Bränden freigesetzten flüchtigen Phenole werden von der Rebe glykolisiert. Das bedeutet, dass sie sich an Kohlenhydrate wie Zucker binden. Somit werden sie geruch und geschmacklos und sind beim Verkosten der Trauben nicht wahrnehmbar.

Auch die Topografie der Parzellen spielt eine wichtige Rolle. In Hanglagen setze sich heißer Rauch weniger stark ab. Parzellen in Windrichtung der Brände sind mehr gefährdet.

Quellen: vitisphere.com; wein.plus.de