Burgund hat laut der weltweiten und in London ansässigen Handelsplattform Liv-ex erstmals seit vier Jahren das Bordeaux als meistgehandeltes Weinbaugebiet abgelöst. Gefragt sind allerdings nur die großen Namen und „Blue Chips“ wie Domaine de la Romanée-Conti (DRC), Ramonet, Leflaive und d’Auvenay. 

Diese Edel-Güter machten im Juli 2026 zusammen rund ein Drittel des gesamten Burgunder-Handels auf Liv-ex aus und haben den Index Liv-ex Burgundy 150 auf das Preisniveau von 2019 nach oben getrieben. Für einige extrem seltene Weine wie DRC La Tâche 2016 bestätigen auch Auktionsergebnisse die Erholung, die sich bereits im Frühjahr abgezeichnet hat.

Bei Weinen, die für weniger als rund 500 Euro pro Flasche gehandelt werden, ist laut Liv-ex Analystin Sophia Gilmour mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen, da das Angebot die Nachfrage weiterhin übersteige. Eine Ausnahme bilden einige bekannte Weißweine.

Im Handel mit Bordeaux haben sich Nachfrage und Preise seit drei Jahren kaum verändert. Der Handel wird laut Experten auch durch die verhaltene En-primeur-Kampagne 2026 für den Jahrgang 2025 belastet. Viele Weine seien zu teuer angeboten worden und trinkreife Weine aus guten Jahrgängen seien für weniger Geld zu bekommen.

Quellen: Liv-ex; wein.plus.de