Die europäischen Weinländer sehen sich mit teils signifikant gesunkenen Erntemengen nach der Weinlese 2026 konfrontiert. Im Wein-Mutterland Frankreich wird die Lesemenge am Ende bei 34,9 Millionen Hektoliter landen. Österreich fuhr mit 1,7 Mio. Hektolitern die kleinste Ernte seit langem ein.

In Frankreich kommt die weiter gesunkene Erntemenge den Absatzproblemen im Inland zwar entgegen, nicht aber der Ertragslage der Winzer. 34,9 Mio. Hektoliter bedeuten ein anhaltendes Tief. Noch vor wenigen Jahren wurden in Frankreichs Weinbaugebieten über 40 Mio Hektoliter pro Jahr geerntet.

Italien liegt mit erwarteten 41 Millionen Hektolitern ebenfalls weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Deutschland fuhr ähnlich wie Österreich eine historisch kleine Ernte ein, rund 8 Mio. Hektoliter werden es am Ende sein. Nur Spanien verzeichnet ein Plus von 6 Prozent auf 34 Mio. Hektoliter, litt im Vorjahr aber unter schweren Einbußen durch Wetterextreme wie großflächigen Hagel und Unwetter.

Die Organisation für Rebe und Wein (OIV), der über 50 Mitgliedsländer angehören, rechnet 2026 mit einer weltweiten Weinerntemenge von 222 Mio. Hektolitern.