Das traditionelle Heurigen-Restaurant Wambacher in Wien-Hietzing (1130, Lainzer Straße 123) steht erneut vor dem Aus. Über die Betreiberin, die Masek Genuss GmbH, wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Damit ist ein weiterer Sanierungsversuch gescheitert. 

Ob eine Fortführung machbar ist, muss der Masseverwalter entscheiden. Der Traditionsheurige besteht seit 170 Jahren und bietet gutbürgerliche, böhmische Küche. Vor allem durch den gemütlichen Innenhofgarten sowie sein Wambacher-Schnitzel und das Cordon Bleu (beides vom Schwein) ist der Heurige weit über Hietzings Grenzen hinaus bekannt.

Laut Angaben des Kreditschutzverbands von 1870 wurde über das Vermögen der Masek Genuss GmbH ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien eröffnet. Gläubiger können ihre Forderungen noch bis 24. Februar 2026 über den KSV1870 oder einen anderen Kreditschutzverband anmelden. Die erste Prüfungs- und Berichtstagsatzung ist für den 10. März 2026 terminisiert.

Erster Sanierungsversuch gescheitert

Bereits Anfang 2024 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung anmelden müssen. Ziel war es, den laufenden Betrieb auf Basis eines bestätigten Sanierungsplans fortzuführen. Von dem Plan – angenommen im Juni 2024 - konnten zwei Teilquoten bedient werden. Dennoch verschärfte sich die wirtschaftliche Lage, wodurch die dritte Teilquote offen blieb und ein neuerlicher Insolvenzantrag eingebracht werden musste. 

Von der aktuellen Pleite sind laut KSV1870 derzeit 13 Mitarbeiter betroffen. Die Anzahl der Gläubiger und die Höhe der Schulden werden derzeit erhoben. Im Insolvenzantrag wird die schlechte finanzielle Entwicklung durch angespannte Kostenstruktur, hohe Abgaben- und Lohnnebenkosten sowie zusätzliche Belastungen wie die Besteuerung der Trinkgelder als Ursache für die neuerliche Pleite angeführt. Dazu kamen sinkende Umsätze und fehlende Liquidität.