Das 2-Sterne-Restaurant-Hotel Obauer in Werfen (Salzburg) stellt Ende Oktober 2026 den Betrieb ein. In einem Instagram-Post haben Karl, Rudi und Angelika Obauer bekannt gegeben, dass der Betrieb des Zwei-Sterne-Restaurants und des Hotels noch bis zum 26. Oktober läuft. 

Wir beenden damit ein schönes, über 47 Jahre reichendes Kapitel unseres Berufslebens aus Altersgründen und treten in den sogenannten Ruhestand. Wir haben die Gastronomie stets wie eine Disziplin des Leistungssports verstanden. Leistungssport erfordert Leidenschaft, vollen Einsatz und vor allem hohen Anspruch an sich selbst. Damit wir diesem Anspruch bis zum Schluss gerecht werden können, beenden wir unsere Tätigkeit als Köche, Gastronomen, Hoteliers und Gastgeber", schreiben die Obauers in dem Post.

5 Jahrzehnte österreichischen Spitzengastronomie

Mit der Einstellung des Betriebs im Oktober endet eine fast fünf Jahrzehnte währende Ära in der österreichischen Spitzengastronomie. Seit Karl und Rudolf Obauer das elterliche Haus in Werfen im Jahr 1979 übernahmen, entwickelten sie das Restaurant zu einer der beständigsten Adressen mit internationaler Strahlkraft.

Ihre Küche, die eine Brücke zwischen alpiner Tradition und moderner Klassik schlug, sicherte dem Betrieb über Jahrzehnte Spitzenplatzierungen: In der aktuellen Restaurant-Rangliste für Österreich belegt das Haus Obauer konstant einen Platz in den Top 5 - aktuell erreichen sie den dritten Platz. Im Gault&Millau hält das Restaurant die Höchstberwertung von fünf Hauben (19 Punkte). Die Auszeichnung als „Köche des Jahrzehnts“ unterstreicht zudem ihre Rolle als Mentoren für Generationen nachfolgender Spitzenköche. 

2 Sterne, 5 Hauben, La Liste Top 50

Der Guide Michelin hat das Obauer bis 2007 mit zwei Sternen bewertet. Seitdem der Guide Michelin 2025 wieder für ganz Österreich Restaurants bewertet, wurde Obauer wieder mit zwei Sternen eingestuft. Auf der Liste "World's Best Restaurants" von La Liste ist es in den Top 50.

Der Küchenstil der Brüder Obauer verbindet französische Klassik mit regionaler alpiner Avantgarde. Charakteristisch die Arbeit mit lokalen Produkten, verbunden einer weltoffenen Gewürzkultur. Gerichte wie der klassische Forellenstrudel oder Kreationen mit Innereien und Wild aus dem Pongau stehen exemplarisch für eine Küche, die auch in zahlreichen Kochbüchern dokumentiert ist.