Im Jahr 2025 wurden weltweit 266 Millionen Flaschen Champagner verkauft. Das entspricht einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber 2024 (271,4 Millionen Flaschen), gab der Dachverband Comité Champagne bekannt. Noch viel mehr Menge fehlt zum Rekordjahr 2018.

Gegenüber dem Rekordjahr 2022 (325,5 Millionen Flaschen) beträgt der Rückgang sogar über 18 Prozent. Damit liegen die Auslieferungen mit Ausnahme von 2020, dem Jahr der Corona-Pandemie (245 Millionen Flaschen), auf dem niedrigsten Stand seit 2001 (262,7 Millionen Flaschen). Dabei war das Geschäft zum Jahresende noch besser als im Sommer erwartet.

Franzosen kehren Champagner den Rücken

Während sich das Minus im Export mit 0,8 Prozent oder 1,2 Millionen Flaschen in Grenzen hält, entfällt der größte Teil des Rückgangs auf Frankreich selbst. Dort sank die Menge um rund vier Millionen auf 114 Millionen Flaschen. Im Jahr 2010 wurden noch 185 Millionen Flaschen Champagner in Frankreich verkauft.

Prosecco oder Winzersekte statt Champagner

Als Gründe werden die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage genannt. Es gäbe weniger Anlässe, eine Flasche Champagner zu öffnen. Allerdings tragen auch die enormen Preissteigerungen der vergangenen Jahre zur Zurückhaltung bei. Die durchschnittlichen Champagner-Preise gingen in den vergangenen drei Jahren weltweit um rund zwölf Prozent zurück. Teure Prestige-Cuvées werden immer öfter durch preiswertere Non-Vintage-Champagner ersetzt. Günstigere Alternativen wie Prosecco verzeichnen derzeit deutliche Zuwächse im Verkauf.

Quellen: Comité Champagne; wein.de.plus