Er ist vielschichtig in seiner Aromatik, erfrischend dank animierender Säure und er besitzt das Talent, den Boden, auf dem er gewachsen ist, unmissverständlich wiederzugeben. Mit diesen Eigenschaften erobert die Rebsorte Blaufränkisch derzeit die Herzen der Weinwelt. 

Albert Gesellmann, zuletzt dreifacher Vinaria Trophy-Gewinner, ist einer der prfofiliertesten Vertreer der Blaufränkisch-Winzer in Österreich. © Anna Stöcher

Bei der VieVinum (16. bis 18. Mai 2026) zeigen zwanzig Regionen Zentraleuropas ihre spannendsten Blaufränkisch in einer gemeinsamen Verkostung.

Blaufränkisch, Lemberger, Kékfrankos, Frankovka oder Modra Frankinja – die Namensgebung ist so komplex und vielschichtig wie die Rebsorte selbst. Auf der führenden Weinmesse Zentraleuropas vollziehen Produzenten aus den wichtigsten Herkunftsländern einen Schulterschluss und vereinen sich unter dem gemeinsamen Banner „United Nations of Blaufränkisch“. 

Bewegte Geschichte und große Zukunft 

Was einst der Eiserne Vorhang trennte, verbindet heute der Blaufränkisch: Im Herzen von Wien, an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa, kommen Weingüter aus acht Ländern und gut zwanzig Gebieten zusammen: 

  • Ungarn
  • Österreich
  • Deutschland
  • Tschechien
  • Slowakei
  • Kroatien
  • Slowenien
  • Rumänien 

Die Hofburg, das Zentrum der Habsburger Monarchie, bildet die passende Bühne. Das Anbaugebiet des Blaufränkisch entspricht ungefähr der Ausbreitung der k.u.k. Monarchie. Ob Frankovka in Istrien (Kroatien), Blaufränkisch am Leithaberg (Österreich), Kékfrankos am Balaton (Ungarn) oder Modra Frankinja in der Štajerska (Slowenien): Kaum eine andere Sorte kann das Terroir, auf dem sie wächst, klarer im Wein widerspiegeln. 

Blaufränkisch hat aber nicht nur lange Tradition, sondern auch eine große Zukunft: Die eher spät reifende Sorte hält den Herausforderungen des Klimawandels stand. Er kommt mit steigenden Temperaturen ebenso gut zurecht wie mit langen Trockenphasen und präsentiert sich dank seiner animierenden Säure sogar nach mehreren Hitzewellen immer noch erfrischend, aromatisch und präzise. Damit trifft der Blaufränkisch genau den Zeitgeist.  

So viel Blaufränkisch gibt es nur bei der VieVinum

Eine so große Vielfalt an Blaufränkisch wie bei United Nations of Blaufränkisch gibt es sonst nirgendwo zu probieren. Von weltbekannten Weingütern bis zu Kleinproduzenten, von der kühlen Nordgrenze der europäischen Weinbauzone bis zum Mittelmeer, von konventionell bis funky: so facettenreich ist Blaufränkisch. 

Für Fachpublikum besteht im Rahmen der VieVinum die Möglichkeit, ein individuelles Tasting zu vereinbaren: Ich habe Interesse an einem individuellem Tasting 

 

„Blaufränkisch ist für mich eine der spannendsten Rebsorten Europas. Kaum eine andere Sorte hat eine so beeindruckende Entwicklung gezeigt – in Präzision, Herkunftsausdruck und stilistischer Vielfalt. Deshalb steht Blaufränkisch bei Sommeliers ganz oben auf der Liste: Er verbindet Struktur, Frische und Tiefe und ist damit einer der vielseitigste Speisebegleiter überhaupt.“
Alex Koblinger, Master Sommelier & Head Sommelier im 2-Sterne-Restaurant Döllerer

Quelle: wine+partners; Peter Wagentristl